/// Rubrik: Leserbriefe

Wirklich ein Familienbad?

Kreuzlingen – Ist die geplante neue Schwimmhalle wirklich ein Familienbad? Was gibt es, ausser mehr Wasserflächen, für Familien und Kinder neues? Die Antwort: Nicht sehr viel. (Fabian Neuweiler, SVP-Gemeinderat)

Die bisherige Rutsche wird durch eine neue, mit separatem Becken, ersetzt. Die Grösse bleibt in etwa gleich. Nichtschwimmer- und Kinderplanschbecken erfahren auch keine Attraktivitätssteigerung. Laut Betriebskonzept sollen aber Familien im Umkreis von 20 Minuten Fahrzeit (wohlgemerkt per Auto) unser geplantes Familienbad besuchen.

Würden Sie für dieses Angebot wirklich mit der ganzen Familie, zum Beispiel nach Frauenfeld fahren? Wohl kaum. Ob Kinder 25 Meter oder 50 Meter schwimmen können, dies jedoch nur am Morgen, über den Mittag oder am Wochenende und nur wenn keine Wettkämpfe stattfinden, dürfte den meisten wohl egal sein. Treffen diese optimistischen Prognosen jedoch nicht ein, wird uns dieses Bad pro Jahr sicher mehr kosten als die prognostizierten zwei Millionen. Deshalb werde ich am 28. September ein NEIN in die Urne legen.

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One thought on “Wirklich ein Familienbad?

  1. Bruno Neidhart

    Ihnen passt das geplante Schwimmbad nicht , Herr Neuweiler, Gemeinderat der SVP. Nun gut. Ist ja in Ordnung. Wenn Sie jetzt den Begriff „Familienbad“ noch negativ einbringen, so liegen Sie nicht mal ganz falsch, denn sonst hätte man ein ganz anderes Bad zu projektieren gehabt, das explizit auf das Ziel „Familie“ auszurichten gewesen wäre. Ich habe nicht gehört, dass dies jemals in Erwägung gezogen wurde. Auch von ihnen nicht. (Oder haben Sie sich etwa im Konstanzer Schwaketenbad sachkundig gemacht und sich für so was eingesetzt?). Und so haben sich die Planer, wie ich zu erkennen vermag, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestützt, die man in Kreuzlingen mit den vielen Schulen – jeglicher Art – antrifft, für die der Schwimmunterricht eine elementare, verpflichtende Aufgabe darstellt, gleichzeitig für das sportliche vereinsbezogene Schwimmen, aber auch für den individuellen Freizeitsport, eingeschlossen einige aktive Möglichkeiten für die ganze Familie, und sogar etwas „Wellness“. Durch diese multifunktionelle Planung wird erhofft, ein Mittel gefunden zu haben, das – neben dem allgemeinen, altersunabhängigen Begriff „Gesundheit“ – der Gesellschaft insgesamt am besten dienen kann. Das ist die Lage.

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