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Treibstoff im Wasser – Feuerwehr aus Kreuzlingen unterstützte Konstanzer

Konstanz/Kreuzlingen – Ein Fehler beim Betanken des Schiffes Robby Maus im Konstanzer Hafen führte am Freitagmorgen zu einem bis zum Abend dauernden Einsatz der Feuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen. Wieviel Diesel auslief, konnten die Fachleute gestern noch nicht sagen. Obwohl zeitweise mehrere hundert Meter Ölsperren im Hafenbecken ausgelegt waren, blieben die Behinderungen für die Sport- und berufliche Schifffahrt gering. (N. Schutzbach, Feuerwehr Konstanz)

Verschmutztes Wasser zwischen den Booten. (Foto: Roger Ilg, Feuerwehr Kreuzlingen)

Verschmutztes Wasser zwischen den Booten. (Foto: Roger Ilg, Feuerwehr Kreuzlingen)

Gegen 8.40 Uhr hatte der Schiffsführer der Robby Maus, sie gehört dem Schifffahrtsamt im Landratsamt, einen der beiden Tanks befüllt, jedoch die Füllstandüberwachung des anderen Tanks angeschlossen, sodass schließlich der Treibstoff überlief. Die alarmierte Feuerwehr legte um die Robby Maus und die nebenanliegenden Boote eine schwimmende Ölsperre. Da jedoch ein Teil des Treibstoffs wegen des westlichen Windes zur äusseren Hafenmole trieb, musste dort ebenfalls eine Sperre ausgebracht werden. «Wir haben in kurzer Zeit viel Ölsperren und Personal gebraucht, um schnell erfolgreich zu sein», erklärte Einsatzleiter Andreas König. «Daher haben wir die Feuerwehr Kreuzlingen zur Unterstützung angefordert», ergänzte er.

Die Kreuzlinger Feuerwehr übernahm dann auch das Abpumpen des verschmutzten Oberflächenwassers. Dieses wurde in Kunststoffbehälter gefüllt, die Anfang kommender Wochen von einer Spezialfirma geleert und gereinigt werden. «Neben den schwimmfähigen Ölsperren haben wir auch ein Schlauchboot, eine Pumpe und den Skimmer im Einsatz», berichtete Rolf Giger, Stellvertretender Kommandant der Kreuzlinger Feuerwehr. Der Skimmer ist eine Vorrichtung, die im Wasser schwimmt und Schmutz von der Oberfläche absaugt.
Mit einem Konstanzer Arbeitsboot und dem Kreuzlinger Schlauchboot dämmten die Feuerwehrleute durch Verschieben der Ölsperren das verschmutzte Gebiet nach und nach ein.

«Unterstützt hat uns der Wind, der den Dieseltreibstoff an die äussere Hafenmole trieb», berichtete König Allerdings erlebten die Feuerwehrleute gegen Mittag eine unliebsame Überraschung, als sie jenseits der Mole Ölschlieren sichteten. Wie sich herausstellte, gibt es in der Mauer Durchlässe, die wegen des Wasserstandes nur schwer zu sehen sind. Mit einer weiteren Sperre wurde draussen die Ausbreitung verhindert. Mittels eines Fliesses nahmen die Feuerwehrleute die vergleichsweise geringe Menge Diesel auf.

Nach der Reinigung der Robby Maus und Aufnahme des im Wasser treibenden Dieseltreibstoffs mittels weiterer Fliesse konnte das Boot an seinen Liegeplatz bei der Neuen Rheinbrücke zurückkehren.

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