/// Rubrik: Leserbriefe

Abstimmung Schwimmhalle Kreuzlingen

Kreuzlingen – Um mir ein klares Bild über die Pros & Kontras zum Projekt Schwimmhalle Kreuzlingen zu machen, habe ich die Informationsveranstaltungen mit Podiumsdiskussionen in den letzten Wochen besucht. (Silvia Cornel, Kreuzlingen)

Eigentlich ist es ein durchdachtes, weitsichtiges Projekt, welches in Kreuzlingen endlich wieder etwas bewegt: Meine Bedenken zu einem «grossen Klotz» mitten in der Stadt wurden durch das helle Glasgebäude schnell ausgeräumt. Ebenfalls haben mich die Argumente zum zentralen Standort durch die geringere Anfahrtszeit der Schulklassen sowie die Nutzung der bestehenden Thermalquelle (Einsparung der laufenden Betriebskosten) überzeugt.

Wenn da nur nicht immer die Rede von den hohen Kosten und einer möglichen Steuererhöhung wäre. Natürlich will auch ich künftigen Generationen nicht unnötige Schulden überlassen! Nun aber hat die Stadt Kreuzlingen den aktualisierten Finanzplan vorgelegt. Daraus geht hervor, dass aus heutiger Sicht das strukturelle Defizit, das mit der Realisierung sämtlicher Xentrums-Projekte in knapp zehn Jahren droht, nur noch eine Million, statt 2,3 Millionen Franken betragen, wird.

Mit dieser positiven Nachricht haben sich die Chancen massiv verbessert, dass sich Kreuzlingen die Schwimmhalle auch ohne Steuererhöhung leisten kann. Mein Bild hat sich tatsächlich geschärft: mit dem aktualisierten Finanzplan hat sich das einzige stichhaltige Argument der Gegner entschärft. Eigentlich müssten auch diese nun vom Projekt überzeugt sein, denn oft wurde es ja sogar von ihnen als «grundsätzlich vorzüglich» bezeichnet.

Ich hoffe, dass sich viele Stimmbürger ebenfalls die Zeit genommen haben um sich mit den Argumenten auseinander zu setzen. Sollte dem so sein, dürfte ein «JA» am 28. September nicht ins Wasser fallen!

Share Button

One thought on “Abstimmung Schwimmhalle Kreuzlingen

  1. Salzmann Alexander, FDP

    Werte Frau Cornel
    Unser Stadtamman hat in einem Zeitungsartikel etwas über den neuen Finanzplan gesagt, der offiziell noch gar nicht veröffentlicht ist. Mit dieser einmaligen, ungewöhnlichen Aktion wurde wohl bezweckt zu suggerieren, dass die Finanzlage so gut ist, dass man guten Gewissens einem Projekt zustimmen kann, das uns vier mal mehr jedes Jahr auf der Tasche liegen wird als die Bodenseearena. Ich erlaube mir noch folgende Zitate aus dem nicht veröffentlichten Finanzplan des Stadtrats, um das Bild etwas zu relativieren:
    „Will man in den nächsten 5 Jahren geplanten Investitionen bewältigen, kommt man um zusätzliche Erträge und/oder Einsparungen bzw. Verzichtsplanungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht herum. Sie sind notwendig, um einerseits das absehbare strukturelle Defizit auszugleichen und andererseits, um die stark gewachsene Verschuldung kontinuierlich abbauen zu können.“ Oder: „2018 betragen die verzinslichen Schulden CHF 95 Mio.“ Oder “ Bereits heute wird ein ungenügendes Cashflow erwirtschaftet.“
    Ich denke, das gehört auch zur Wahrheit.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.