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Kreuzlingen erstmals NLB-Leader

Handball – Dank einem 29:27 (18:13)-Heimsieg im Spitzenkampf gegen den STV Baden haben die Handballer des HSC Kreuzlingen mit 6:0 Punkten erstmals überhaupt NLB-Leaderthron übernommen. Am nächsten Sonntag stehen die Thurgauer beim Aufstiegsanwärter RTV 1879 Basel auf dem Prüfstein. (Markus Rutishauser)

Nach den beiden Auswärtssiegen in Wettingen und Winterthur lief das Team von Trainer Tobias Eblen vor 311 Zuschauern in der Sporthalle Egelsee mit viel Selbstvertrauen auf, die Badener nach zuletzt drei Niederlagen endlich einmal bezwingen zu können.

Trainer Tobias Eblen macht zurzeit alles richtig. (Bild: Gaccioli)

Trainer Tobias Eblen macht zurzeit alles richtig. (Bild: Gaccioli)

Die Kreuzlinger legten los wie die Feuerwehr. Entfesselt spielten sie die Aargauer phasenweise an die Wand. 8:2 leuchtet auf der Anzeigetafel nach gut zehn und 16:6 nach 22 Minuten auf. Insbesondere der schnelle Yves Petrig war von den Aargauer in dieser Phase nicht zu halten. Badens Trainer Björn Navarin sah sich nach dem erstmaligen Zehntore-Rückstand bereits zu seinem zweiten Time-out gezwungen. Angesichts des klaren Vorsprungs und des beeindruckenden Tempos war es nicht verwunderlich, dass sich bei den Thurgauern die eine oder andere Unkonzentrierheit einschlich. Auch die zuvor fast einhundertprozentige Chancenauswertung wurde deutlich schwächer. So konnte Baden, angeführt von seinem überragenden Rückraumschützen Yanick Schläpfer, den Rückstand bis zur Pause auf fünf Treffer verkürzen und nochmals Hoffnung schöpfen.

Nach dem Seitenwechsel fand der HSCK lange Zeit nicht mehr zu seiner überragenden Leistung der ersten 20 Minuten zurück. Baden spielte nun deutlich stärker auf und kämpfte sich Tor um Tor heran. Nach Schläpfers Penaltytreffer zum 23:22 (45.) und einer Zeitstrafe gegen Kreuzlingen drohte die Partie sogar ganz zu kippen. Baden besass die Chance zum Ausgleich. In Unterzahl fand der HSCK aber den roten Faden wieder und erhöhte durch zwei Penaltytreffer von Topscorer Oliver Schoof zum 25:22. Jetzt spielten die Kreuzlinger fast wieder so unwiderstehlich wie in den ersten 20 Minuten. Spätestens nach dem 29:24 durch Bozidar Nikocevic sechs Minuten vor Schluss war die Entscheidung gefallen.

HSC Kreuzlingen – STV Baden 29:27 (18:13)

Egelsee. – 311 Zuschauer. – Sr. Capoccia/Neumann.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten gegen Baden.

Kreuzlingen: Glatt (ab 42. Buff); Fülöp, Gessler (1), Heim (2), Kasumovic, Kozak (1), Misteli, Nikocevic (6), Petrig (8/2), Schäfer, Schoof (9/2), Stegefelt (2).

Baden: Wyss (12.-21. Schoch); Füglister (1), Hauller (2/1), Hochstrasser (2), Hügli, Legoll (3), Maag (1), Madliger, Mallien, Schläpfer (12/4), Schmid (3), Schweizer (2), Stalder (1).

Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 6, Baden 5 von 6.
Bemerkungen: Trauerminute für das verstorbene Gründungs- und Ehrenmitglied Walter Bärtschi.
Nächstes Spiel: RTV 1879 Basel – HSC Kreuzlingen (So, 29.9., 17.00 Uhr, Rankhof Basel)

 

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