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Tägerwiler haben ein Herz fürs Schulhaus

Tägerwilen – Das Schulhaus an der Hauptstrasse wird für knapp 5,1 Millionen Franken saniert und erweitert. Das Platzproblem der Schule wird dadurch allerdings nicht gelöst. Deswegen soll bald auch das Schulhaus Trittenbach erweitert werden.

Visualisierung der Westfassade. (Bild: zvg)

Visualisierung der Westfassade. (Bild: zvg)

Mit 82 Ja- zu 22 Nein-Stimmen genehmigte die Schulgemeinde am Dienstag die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses an der Hauptstrasse. Das Schulhaus ist aus Sicht der Denkmalpflege eines der sieben wertvollsten Gebäude in Tägerwilen, die letzte grosse Innensanierung liegt bereits etwa 40 Jahre zurück. Seit man vor zwei Jahren mit der konkreten Planung begann, war es immer auch das Ziel gewesen, die knappen Platzverhältnisse zu optimieren.

Die geplanten Baumassnahmen sehen einen neuen Klassentrakt an der Südseite, den Ausbau des Dachgeschosses sowie die Renovation der Fassade und allgemeine Arbeiten vor.
Mit der Genehmigung des Baukredits über knapp 5,1 Millionen Franken (2,5 Millionen Franken davon sind für den Erweiterungsbau vorgesehen) kann das Projekt nun weiter vorangetrieben werden. Schon im November soll die Baueingabe erfolgen, Baubeginn soll im April 2015 sein und während des Schulbetriebs erfolgen. Noch vor Weihnachten 2016 soll das Gebäude voll bezugsfertig sein, so das Ziel der Schulbehörde.

Daniel Heidegger, Präsident der Baukommission, Michael Bühler, Planer der Machbarkeitsstudie, und der verantwortliche Architekt Beat Schneider präsentierten das Projekt den Anwesenden, bevor sie sich auch kritischen Fragen stellen. Diese zielten vor allem auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis des kostspieligen Bauvorhabens ab angesichts wachsender Schülerzahlen und damit verbundenen Raumproblemen der Schule.

Hier gingen alle zur Schule
Schulpräsidentin Karin König-Ess sprach dennoch der Mehrheit aus der Seele, als sie betonte, wie verbunden sie sich mit dem alten Schulhaus fühle. «Es geht bei diesem Projekt darum, das Schulhaus für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen, und nicht darum, unsere Platzprobleme zu lösen», beschied sie den Kritikern. Was die Raumerweiterung betreffe, werde jedoch das meiste herausgeholt.

Sie räumte aber auch ein, dass weiterhin Bedarf nach mehr Schulraum besteht, und kündigte an, dass an der Schulgemeindeversammlung am 24. November deswegen ein Projektierungskredit über 100’000 Franken für die Erweiterung des Schulhauses Trittenbach beantragt wird.

Rücktritt
Per Ende Jahr tritt Karin König-Ess als Schulpräsidentin zurück. Als Grund führte sie Mehrarbeit in ihrem Hauptberuf an. Die Ersatzwahl findet im 8. März 2015 statt. Interimsmässig wird Daniel Heidegger das Amt übernehmen.

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