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Cuperfolg leichtsinnig verspielt

Handball – Kaum zu glauben, aber wahr: Die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen liegen im Schweizercup-Hauptrundenspiel beim Ligakonkurrenten SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen zweieinhalb Minuten vor Schluss mit fünf (!) Toren vorne – und scheiden trotzdem mit 36:39 nach Verlängerung aus. (Markus Rutishauser)

Lange Zeit sah es in der BBC-Arena danach aus, als ob die Kreuzlinger nach zuletzt zwei Meisterschaftsniederlagen wieder auf die Erfolgsstrasse zurückkehren könnten. Sie führten ab der 8. Minute permanent, phasenweise mit bis zu fünf Treffern (9:14/20.). Selbst ein Zwischentief kurz vor und nach der Pause verkrafteten die Thurgauer, angeführt vom jungen Rückraumschützen Tarik Kasumovic, relativ locker.

(Bild: Gaccioli)

(Bild: Gaccioli)

Näher als bis auf zwei Treffer liess man die Gastgeber nicht aufschliessen. Und als Kasumovic mit seinem 9. Treffer gut vier Mintuen vor Schluss auf 27:32 erhöhte, schien der Sieger festzustehen. Doch mit einer Fehlerorgie baute der HSCK seinen Gegner wieder auf. Ttrotzdem: Als Trainer Tobias Eblen 54 Sekunden vor dem Abpfiff sein zweites Time-out nahm, schien der Cuperfolg beim Stand von 30:32 immer noch so gut wie sicher. Einen weiteren Fehlwurf und ein technischer Fehler innerhalb von 18 Sekunden nützten die Schaffhauser zum umjubelten 32:32-Ausgleich. In der Verlängerung konnten die Kreuzlinger das Ruder nicht mehr herumreissen. In den zweiten fünf Minuten setzten sich die Gastgeber bis auf drei Treffer ab und schickte den HSCK schliesslich mit einer Niederlage der ganz bitteren Sorte an den Bodensee zurück.

Den Kreuzlingern bleiben nur vier Tage, um diesen Tiefschlag zu verdauen. Zu analysieren gilt es die einmal mehr zu hohe Fehlerquote (16), die ihnen in der Schlussphase den Sieg kosteten. Am kommenden Samstag wartet in der Meisterschaft auswärts mit NLA-Absteiger KTV Altdorf eine hohe Hürde.

SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen – HSC Kreuzlingen 39:36 n.V. (16:18, 32:32; 35:35)

BBC-Arena. – 105 Zuschauer. – Sr. Baumann/Cristallo.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen, 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Schaffhausen: Smikic/Huber; Radovanovic (1), Ramadani (10/4), Alili (7), Kozina (13), Radomir (3), Burri, Miletic (1), Klaiber (1), Baldauf (1), Zehnder (1), Wilpshaar (1).

Kreuzlingen: Glatt/Buff; Misteli (2), Fülöp, Nikocevic (6), Schoof (4), Heim (4), Stegefelt (4), Kasumovic (10), Schäfer (1), Kozak (5.

Penaltystatistik: Schaffhausen 4 von 5, Kreuzlingen 0 von 0.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Juhasz und Petrig (beide verletzt).

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