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Literatur am Donnerstag

Gottlieben – Rolf Niederhausers mehr als siebenhundertseitiger Roman «Seltsame Schleife» ist auf sehr positive Beachtung gestossen. Am Donnerstag, 6. November, ist Niederhauser im Bodmanhaus Gottlieben.

Rolf Niederhauser (Bild: pd)

Rolf Niederhauser (Bild: wikipedia)

Einst wurde er mit Romanen wie «Das Ende der blossen Vermutung» und «Nada oder Die Frage des Augenblicks» bekannt, dann war es sehr lange sehr still um ihn. Nach mehr als 20 Jahren des Schweigens hat sich der Schweizer Autor Rolf Niederhauser dieses Jahr mit einem umfangreichen Roman zurückgemeldet: «Seltsame Schleife» heisst das Werk, und es ist schon rein formal eine Besonderheit, denn man kehrt bei der Lektüre über mehr als siebenhundert Seiten buchstäblich an den Buchanfang zurück.

Man liest zuerst nur die rechten Seiten, dreht dann das Buch um und liest von hinten nach vorn die linken Seiten, die nun wieder die rechten sind. Dass ein Buch diesen einzigartigen Aufbau hat, ist nicht etwa nur Spielerei, denn auch die Handlung kehrt an den Ausgangsort zurück – in einer «seltsamen Schleife» eben.

Rolf Niederhauser erzählt von einem hochqualifizierten Techniker mit Schweizer Wurzeln, einem Experten für künstliches Leben und allerhand komplizierte Robotertheorien, von einer Liebesgeschichte im kolumbianischen Urwald und von einem gestrandeten Mann in einer Hafenstadt am Pazifik, der allmählich seine eigene Geschichte erfährt. «Ein tolles Buch», schrieb die deutsche «Zeit»: «Sinnlichkeit und Denklust gehen in diesem Roman eine Synthese ein», lobte die «Basler Zeitung». Am Donnerstag liest Rolf Niederhauser im Bodmanhaus in Gottlieben aus «Seltsame Schleife».

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