/// Rubrik: Stadtleben

Steuersenkung angestrebt

Kreuzlingen – Die Finanzen der Schulgemeinde Kreuzlingen stehen solide da. Zu schaffen machen der Buchhaltung der Finanzausgleich, das Leistungsüberprüfungspaket des Kantons und das Thermalbad Egelsee.

Susanne Burgmer, Leiterin Finanzen, und Schulpräsident Jürg Schenkel stellten das Budget 2015 der Schulgemeinde vor.(Bild: ek)

Susanne Burgmer, Leiterin Finanzen, und Schulpräsident Jürg Schenkel stellten das Budget 2015 der Schulgemeinde vor. (Bild: ek)

Es ist das letzte Budget, das der scheidende Schulpräsident Jürg Schenkel den Bürgern zur Abstimmung vorlegt. Er hinterlasse «eine solide Rechnung mit der man arbeiten kann». Die Gretchenfrage bei der Finanzplanung war eine mögliche Steuersenkung von einem Prozent im Budget der Primarschulgemeinde. «Wir haben das intern eingehend diskutiert, sehen es aber als schlechten Zug an, in der jetzigen Situation die Steuern zu senken», so Schenkel.

Susanne Burgmer, Leiterin Finanzen, führte die Faktoren dafür auf: So wurde die Besoldungsverordnung für Lehrer geändert, Sparmassnahmen vorgegeben und die Ablieferungsbeiträge an den Kanton steigen aufgrund der hohen Steuerkraft von Kreuzlingen stetig. Ein weiterer Kostenblock, welcher nach dem negativen Votum der Kreuzlinger bestehen bleibt, ist das Thermalbad Egelsee. «Obwohl wir mit einem um zwei Prozent steigenden Steuerbetrag rechnen, bleiben unsere Einnahmen immer ein unsicherer Faktor», erklärte Burgmer die Haltung in Sachen Steuersenkung. Schenkel führte die finanzielle Lage noch drastischer vor Augen: «Bei einem Steuerprozent weniger würde die Primarschule knapp 500000 Franken verlieren. Auch wenn unser Eigenkapitalreserven gut gefüllt sind, würde es bei sinkenden Steuereinnahmen nicht lange dauern, bis diese aufgebraucht sind.» Bei der Sekundarschulgemeinde wird im Finanzplan im Jahr 2016 aufgrund des Finanzausgleichs sogar mit einem Minus von 164000 Franken gerechnet. «Ich hoffe jedoch, dass mein Nachfolger eine Steuersenkung in der Primarschule durchführen kann», so Schenkel.

Landabtausch mit PHTG
Ein «Nullsummenspiel» für die Schulgemeinde hingegen sei der zur Abstimmung vorliegende Landtausch mit der Pädagogischen Hochschule. Diese plant einen Erweiterungsbau auf der Spielwiese neben dem Schreiberschulhaus. Im Gegenzug erhält die Schule neben dem Dreispitz zwei neue Spielwiesen und 19 Parkplätze in der Tiefgarage des Neubaus. Schenkel begrüsst das Projekt und sieht darin die Möglichkeit, den Standort Hochschule in Kreuzlingen zu sichern.

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One thought on “Steuersenkung angestrebt

  1. Bruno Neidhart

    Ein Ersatz für die an die PHTG abgegebene Spielwiese neben der Schreiberturnhalle kann das Gelände der Festwiese nicht sein. Dieses Gelände gehört der Öffentlichkeit und muss entsprechen für die Stadtgesellschaft als „Grünzone zum atmen“ parkähnlich offen gehalten werden. „Den Standort Hochschule in Kreuzlingen zu sichern“ – damit haben die vorgesehenen Spielwiesen der Schule Kreuzlingen im Zentrum der Stadt nichts zu tun. Man sollte vorher überlegen, wie man „Dinge schaukelt“.

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