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Ansturm auf die PMS

Kreuzlingen – Die Schnuppertage an der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen stiessen auf riesiges Interesse.

Woran es liegt, ist schwer auszumachen, aber erfreulich ist es auf jeden Fall: 253 Jungen und Mädchen besuchten die Schnuppertage an der PMS. «So viele waren es noch nie», sagt Lorenz Zubler. Rund ein Viertel der Interessenten ist männlich. «Diese Quote dürfte gerne noch steigen», so der Schulleiter weiter. Die Sekundarschüler auf der Suche nach einer weiterführenden Ausbildung kommen aus dem ganzen Thurgau und dem Appenzell. Aufgrund der einzigartigen pädagogischen Ausrichtung der PMS dürfen auch ausserkantonale Schüler in Kreuzlingen die Matura machen. Das «Thurgauer Modell» kombiniert die gymnasiale Ausbildung mit dem Basisstudium an der PH.

Prorektor Hans Amrhein erkärt die Aufnahme an der PMS. (Bild: zvg)

Prorektor Hans Amrhein erkärt die Aufnahme an der PMS. (Bild: zvg)

Die Vorbereitung auf ein Studium an der Pädagogischen Hochschule ist nach wie vor einer der Hauptanziehungspunkte der Schule: «Ich will Lehrer werden», sagt Bastian Maurer aus Aadorf, «und hier kann ich schon mal üben und spare später das erste Studienjahr». «Eine meiner Lehrerinnen war selbst hier an der Schule und hat viel erzählt. Das klang vielversprechend», meint Rutaj Al-Shara aus Rickenbach. «Ich habe Kollegen, die an der PMS sind. Nach dem, was sie erzählen, scheint es eine intelligente und schöne Schule zu sein», so Elia Carnelutti ebenfalls aus Rickenbach. «Mich reizt auch das Leben im Konvikt», erklärt Jonathan Mo aus Frauenfeld. Das Internat im ehemaligen Kloster und seinen Nebengebäuden ist tatsächlich sehr gefragt. Rund 120 Jugendliche nutzen es jeweils als Zuhause auf Zeit, um sich einen langen Schulweg zu ersparen oder erste Schritte in die Selbständigkeit zu tun.

Die Kunst- und Sportklasse gehört ebenfalls zu den Errungenschaften, die die PMS einzigartig machen. Information dazu bekamen die Interessenten auf dem «Info-Bazar» aus erster Hand von Schülern: «Wenn man die Aufnahme in die Kunst- und Sportklasse geschafft hat, hat man weniger Präsenz-Unterricht und mehr Zeit für Training oder Übung», fasst die Flötistin Anuschka Evenhaus zusammen. Florian Grand, der als Pianist ebenfalls in der Spezialklasse lernt, ergänzt: «Man braucht einen hohen Grad an Selbstorganisation, aber wenn man den mitbringt, klappt es gut.»

Neben viel Theorie bot der Info-Bazar auch einen praktischen Teil, denn insbesondere in den Naturwissenschaften legt man an der Schule grossen Wert auf experimentelles Arbeiten. Manon Wehrli und Julie Hagmann, die beide das neue Schwerpunktfach Physik gewählt haben, bereiteten mit flüssigem Stickstoff eine leckere Glacé zu. Die Schutzhandschuhe und Brillen sorgen für einen abenteuerlichen Beigeschmack. Am Stand gleich gegenüber durften die Interessenten biologisches Wissen vertiefen: die Mutigen sezierten Schafsherzen.

Anmeldeschluss für die Aufnahmeprüfung für die PMS ist am 29. November.

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