/// Rubrik: Stadtleben

Beruhigung der Nachfrage nach Wohnraum

Kreuzlingen – Nach mehr als sieben Jahren steigender Nachfrage nach Mietwohnungen und Wohneigentum befindet sich diese in einem seitwärts Trend und ist in Teilmärkten gar rückläufig. (Text: Guido Goldinger)

Die Bauflächen in Kreuzlingen beginnen knapp zu werden.(Bild: ek)

Die Bauflächen in Kreuzlingen beginnen knapp zu werden. (Bild: ek)

In Kreuzlingen sind in den letzten sieben Jahren über 1700 Wohnungen erstellt worden. Davon rund 1200 Mietwohnungen und zirka 500 Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Zwei Hauptgründe führten zu einer problemlosen Vermietung oder Verkauf: Die Zuwanderung und die Wohnflächenvergrösserung pro Kopf. Glücklicherweise konnte die boomende Nachfrage mit der entsprechenden Bautätigkeit befriedigt werden. Die Preise wären bei weniger Angebot noch mehr gestiegen.

Kein Bauland mehr vorhanden
Die letzten sieben Jahren konnten in Kreuzlingen durchschnittlich 240 Wohnungen vermietet oder verkauft werden. Entsprechend hat die Einwohnerzahl von Kreuzlingen auch zugenommen, von 18133 auf knapp 21000. Für ein weiteres Wachstum in diesem Ausmass ist nicht genügend Bauland vorhanden. Folglich wird das Angebot an Wohnraum kleiner. Reduziert sich die Zuwanderung gleichzeitig, hätten wir eine Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage.

Ist-Situation in Kreuzlingen
Zurzeit werden in newhome.ch 122 Mietobjekte und 48 Eigentumswohnungen und Häuser angeboten. Absolut gesehen ist dies eine grosse Anzahl. Im Vergleich mit dem Bestand von knapp 11000 Wohneinheiten, nur 1,54 Prozent des Bestandes.
Wie präsentiert sich die Zukunft? Werden wiederum so viele Wohnungen benötigt? Wie entwickeln sich die Preise? Das hängt, wie erwähnt, von den Haupttreibern Zuwanderung, Flächenbedarf, Angebot und Wirtschaftslage ab.

Prognosen
Das wenige noch vorhandene Bauland dürfte im Wert weiterhin steigen. Durch das knappe Bauland müssen Käufer auf bestehende Häuser ausweichen. Die Preise werden dadurch gestützt und wie in den letzten sieben Jahren moderat steigen. Eigentumswohnungen werden von meist kapitalkräftigen über 50-Jährigen erworben. Dieses Käufersegment wird wachsen und die Preise der Eigentumswohnungen mit. Eine Trendwende zu tieferen Preisen sehen wir nicht, solange die Tiefzinspolitik der SNB fortgesetzt wird.

Tipp beim Kauf einer Eigentumswohnung
Häufig werden auf dem Markt BGF (Bruttogeschossflächen) angegeben. Die NWF (Nettowohnfläche), praktisch identisch mit der HNF (Hauptnutzfläche) ist die Bodenfläche, die zur Verfügung steht. Die HNF beträgt zirka 80 bis 85 Prozent der BGF. Daher unser Tipp: Die gleichen Flächen vergleichen. Weitere Unterschiede sind Minergie und Minergie-P sowie die Wärmegewinnung konventionell oder mit Erdwärme. Das schlägt sich auch im Preis und den Heizkosten nieder.   www.goldinger.ch

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