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Sechstes siegloses Spiel in Folge

Handball – Der HSC Kreuzlingen hat in Zofingen eine Chance verpasst, sich in der NLB-Rangliste mit einem Vollerfolg etwas mehr Luft nach hinten zu verschaffen. Gegen den TV Zofingen blieb das Team von Tobias Eblen zum sechsten Mal hintereinander sieglos und kassiert am Ende eine 28:35 (11:16)-Abfuhr. (Markus Rutishauser)

Nach dem tollen Saisonstart mit 6:0 Punkten und den drei nicht ganz unerwarteten Niederlagen gegen die Aufstiegskandidaten Basel, Endingen und Altdorf hatte man sich im Kreuzlinger Lager erhofft, wieder zurück auf die Erfolgsstrasse zu finden und sich im oberen Mittelfeld etablieren zu können. Doch weder gegen die beiden Aufsteiger Birsfelden Basel (24:24) und Horgen (29:29) noch gegen das verhalten gestartete Zofingen (28:35) reichte es zum erhofften vierten Saisonsieg.

Trainer Tobias Eblen ist zurzeit etwas ratlos). (Archivbild: Gaccioli)

Trainer Tobias Eblen ist zurzeit etwas ratlos. (Archivbild: Gaccioli)

Insbesondere die Abwehrarbeit genügt zuletzt nicht den Anforderungen, hat doch der HSCK so viele Gegentreffer kassiert wie kein anderes NLB-Team. Dabei wissen die Thurgauer mit dem Bundesliga-erfahrenen Patrick Glatt einen der besten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten.

Rückstand vor der Pause eingehandelt
Diese Abwehrschwächen kamen auch am Samstag in Zofingen zum Tragen. Mit zwölf gegen sie verhängten Siebenmetern in einer Partie haben die Kreuzlinger in dieser Sparte den neuen Nationalliga-Saisonrekordwert inne. Keinen, den man sich wünscht. Dabei startete der HSCK trotz der Absenzen des letztjährigen NLB-Torschützenkönigs Oliver Schoof (verletzt) und Linkshänder Milan Kozak (krank) durchaus vielversprechend in die Partie.

Auch dank vier Paraden von Torhüter Glatt – darunter ein Siebenmeter – konnten die Thurgauer das Geschehen in der Startphase ausgeglichen gestalten. Bis zum 10:9 (22.) bewegte man sich auf Augenhöhe mit den Gastgebern, welche zuletzt mit einem 39:28-Sieg beim höher eingestuften Chênois Genf aufhorchen liessen. Aber in den letzten Minuten vor der Pause fielen die Kreuzlinger wieder in eines dieser unerklärlichen offensiven Löcher. So konnte Zofingen bis auf 16:10 wegziehen. Tarik Kasumovik gelang in der Schlusssekunde das Tor zum 16:11-Halbzeitstand. Diesem Rückstand lief die Eblen-Truppe nach dem Seitenwechsel hinterher. Permanent lag man mit sechs bis neun Treffern zurück. Zofingen verteidigte sich geschickt und liess nie mehr einen Zweifel darüber aufkommen, wer das Spielfeld am Ende als Sieger verlassen wird.

Als erfolgreichster Werfer durfte sich vom heimischen Publikum Sandro Sieber feiern lassen, der alle seine neun Siebenmeter verwertete. Dagegen konnten die Kreuzlinger ihre Schwäche in dieser Disziplin einmal mehr nicht überspielen. Nur drei der sechs Penalties konnten verwertet werden. Über die ganze Saison sind es bisher nur 23 von 36, was einer Erfolgsquote von tiefen 64 Prozent entspricht.

Vier Heimspiele in fünf Runden
Der HSC Kreuzlingen kann in den verbleibenden fünf NLB-Runden dieses Jahres gleich vier Heimspiele austragen. Am nächsten Samstag empfängt er den CS Chênois Genf und eine Woche später (Sa, 29.11.) den starken Neuling TV Steffisburg. Nach dem Gastspiel beim TV Möhlin (Fr, 5.12.) spielen die Thurgauer zuhause noch gegen die SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen (Sa, 13.12.) und zum Rückrundenstart gegen die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden (Mi, 17.12.).

TV Zofingen – HSC Kreuzlingen 35:28 (16:11)

BBZ. – 100 Zuschauer. – Sr. Brunner/Salah.

Strafen: je 1-mal 2 Minuten.

Zofingen: Gloor/Schöpfer; Schärer (5/1), Stierli (1), Orsolic, Fischer (1), Tatarinoff (4), Strebel (2), Aufdenblatten (5), Sieber (9/9), Rey, Hert (2), Sarac (3), Nieberg (3).

Kreuzlingen: Glatt/Buff; Misteli (2), Fülöp (3/1), Petrig (1), Nikocevic (5/1), Meier, Heim (3), Gessler (4/1), Stegefelt (3), Juhasz (1), Kasumovic (6), Schäfer.

Penaltystatistik: Zofingen 10 von 12, Kreuzlingen 3 von 6.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schoof (verletzt) und Kozak (krank)

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