/// Rubrik: Stadtleben

Boulevard: Weg für neue Verkehrslösung ist frei

Kreuzlingen – Im Boulevard Kreuzlingen sollen die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität verbessert werden: Mit dem Rückzug der Initiative «für einen autofreien Boulevard» kann die Lösung des «Runden Tisches» nun umgesetzt werden.

Das vorgesehene Verkehrsregime. (Bild: zvg)

Das vorgesehene Verkehrsregime. (Bild: zvg)

Unter der Moderation der Stadt haben Vertreter des Gewerbes Kreuzlingen, des Quartiervereins Bodan und des Initiativkomitees an einem «Runden Tisch» ein Verkehrskonzept für den Boulevard erarbeitet. Damit wurde die Möglichkeit für den Rückzug der Initiative «für einen autofreien Boulevard» geschaffen. Dieser erfolgte offiziell mit Schreiben vom 15. November 2014. Der Stadtrat zieht nun seinerseits den im Januar 2013 aufgelegten, jedoch noch nicht umgesetzten Vorschlag zur Reduktion der Verkehrsmenge am Boulevard zurück. Somit erübrigt sich die weitere Behandlung der Botschaft der Initiative «für einen autofreien Boulevard» im Gemeinderat; das Geschäft wird abgeschrieben.

Voraussichtlich Ende November 2014 wird das gemeinsam erarbeitete Verkehrskonzept inklusive Signalisation und Markierung öffentlich aufgelegt. Sobald das Verkehrskonzept rechtskräftig ist, wird es als Versuch für ein Jahr umgesetzt. Es sieht folgende Massnahmen vor:
Der Boulevard wird ab Höhe Bodanstrasse Richtung Norden als Einbahnstrasse signalisiert. Eine Einfahrt vom Helvetiaplatz ist nicht mehr möglich.

Die Schützenstrasse zwischen Haupt- und Sonnenstrasse wird gesperrt und wird zur Fussgängerzone. Für Anwohner und Anlieferung besteht weiterhin ein Zu- und Wegfahrtsrecht.
Die Schützenstrasse zwischen Sonnenstrasse und Einfahrt Coop-Tankstelle wird als Einbahnstrasse signalisiert.

Der Bereich Sonnenstrasse Nord (Sägestrasse bis Bahnhofstrasse) wird mit einem allgemeinen Fahrverbot belegt. Für Anwohner und Anlieferung besteht weiterhin ein Zu- und Wegfahrtsrecht. Im Bereich Sonnenstrasse / Bahnhofstrasse wird eine halbseitige Strassensperrung erstellt.

Der Boulevard wird vom Busverkehr entlastet. Es fahren nur noch die Linien 903 und 908 – in bis zu zwei Jahren allenfalls nur noch die Linie 908. Die Linie 901 wird über die Sonnenstrasse und die Postautolinie 924 über die National- oder die Sonnenstrasse geführt.

Darüber hinaus wird eine Belebung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Boulevards angestrebt. Die Stadt wird gemeinsam mit dem Gewerbe Kreuzlingen Massnahmen zur Verkaufsförderung und Attraktivitätssteigerung im Zentrum entwickeln.

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3 thoughts on “Boulevard: Weg für neue Verkehrslösung ist frei

  1. Kreuzlinger

    Ja die Stadt soll nur weiter machen mit der Sperrung von Strassen und aufhebung von Parplätzen und damit werden immer mehr Leute nicht mehr in Kreuzlingen einkaufen. Einige Geschäft müssen ja schon aufgeben im Boulevard und es werden noch mehr… dann kann auch das Karussell (Coop) bald schliessen.. Es hat immer weniger Publikumsverkehr. Ja ich hoffe die Arbeitslosenkasse in Kreuzlingen ist gerüstet für diese Arbeitnehmer und wer zahlt diesen Blödsinn….ja natürlich der Steuerzahler.

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  2. Bruno Neidhart

    Der Verkehr ist nicht das Hauptproblem auf der „Hauptstrasse“. Es ist die „Attraktivität an sich“. Sie ist definiert durch: attraktive Geschäfte, attraktive Gastronomie, attraktive Bezüge zur Kulturszene, attraktive Bezüge zur Jugendszene, attraktive Gestaltung durch viel mehr „Grünumfang“ (z.B. andere Bäume!), attraktive architektonische Szene, usw. Als Beginn einer „Renaissance“ der ehemaligen klassischen, geschäftigen Stadtmeile zwischen Löwen und Helvetia kann eine moderne und kreative Erweiterung des Stadthauses an der bestehenden Ecke Hauptstrasse/ Marktstrasse mit rückwärtigem „Rathaus-Parkhaus“ sein. Dieses neue Stadtmodul ist, neben der behördlichen Notwenigkeit, als attraktiver stadtgesellschaftlich relevanter Mittelpunkt zu gestalten: Innovativ, mit Stadtrestaurant, Tourist-Information, Veranstaltungsraum, kleines Museum zur Stadt, moderne Stadtbibliothek, usw. Derzeit ist der hochtragend „Boulevard“ genannte Strassenabschnitt einfach zu „langweilig“, um „attraktiv“ zur sein, sowohl für Einheimische, wie besonders auch für Besucher. Wird das nicht begriffen, dümpelt es da auch nach „so-und-so-vielem Herumwürgen“ in verkehrslenkender Absicht vor sich hin. Kreuzlingens zentrale Stadtmeile hat dies nicht verdient. „Visionen“, werden sie aufgestellt, sind zwar stets tüchtig nach ihrer Wertigkeit zu hinterfragen. Aber ohne geht es eben auch nicht. Wiedermal allein eine andere „Verkehrslenkung“ zu erproben ist jedoch definitiv keine Vision!

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  3. Sauter Emil (Migg)

    Ich bin immer noch der Meinung es hätte damals bei den Gedanken wie die Hauptstrasse zukünftig auszusehen hätte nur zwei Varianten geben dürfen. 1. So belassen wie ursprünglich. 2. Prachtstrasse ohne motorisierten Individualverkehr. Mit vergilbten Fahnen, versehen mit Worten wie „Hoi“, „Sali“ in der unteren „Flugsphäre“ ist allenfalls für ein bisschen Fasnachtsstimmung gesorgt. Wieder wird unnötigerweise Geld ausgegeben und der Schilderwald in Kreuzlingen nimmt zu. Kontrolliert, ob den Schildern Folge geleistet wird sowieso nicht. Siehe Beispiel Banhofstrasse „Chance Nord“, wo Linksabbieger zu Hauf Realität sind.

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