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Thomas Beringer will’s nochmal wissen

Kreuzlinger – Thomas Beringer kandidiert für die Stadtratswahlen 2015. Im Auge hat er das Departement Dienste. Als Technischer Kaufmann und Geschäftsführer eines Elektronikunternehmens bringe er dafür beste Voraussetzungen mit.

Pressekonferenz im Stadtbus 903: Die EVP stellt Thomas Beringer (r.) zum zweiten Mal als Kandidat für die Wahl zum Stadtrat auf. (Bild: sb)

Pressekonferenz im Stadtbus 903: Die EVP stellt Thomas Beringer (r.) zum zweiten Mal als Kandidat für die Wahl zum Stadtrat auf. (Bild: sb)

«Viele Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger würden unternehmerisches Denken im Stadtrat begrüssen», so lautet Thomas Beringers Fazit von den Stadtratswahlen im Herbst. Als Drittplazierter mit 1005 Stimmen hatte er Ende September zurückgezogen, um die bürgerlichen Kräfte zu bündeln. Bekanntlich hatte Barbara Jäggi im zweiten Wahlgang wenig Chancen, der angestrebte Sitz wurde trotz einer breiten Unterstützung von FDP, SVP, des Gewerbes und der KMU-Frauen nicht gewonnen. «Ich habe ohne eine solche Unterstützung ein sehr gutes Resultat erzielt», erklärt Beringer. Deswegen rechnet er sich Chancen im Frühjahr aus, wenn die SVP ihren Sitz im Stadtrat mit Fabian Neuweiler verteidigen will.

Beringer gab die Kandidatur während einer Fahrt im Stadtbus bekannt. Seine Ehefrau, EVP-Kollegen und Sympathisanten begleiteten ihn. «Der Stadtbus hat für mich symbolischen Charakter», erklärt der Unternehmer. «Da ich in Kurzrickenbach aufgewachsen bin, in Emmishofen wohne und im Zentrum arbeite, verbinde ich alle drei Ortsteile unserer Stadt, wie es auch der Stadtbus tut.»

Wer am jüngsten im Amt ist, darf sich als Letzter für ein Departement entscheiden. Beringer geht davon aus, dass alle Stadträte auf ihrem Sitz bleiben wollen und so das Departement Dienste frei wird – das Departement, das für den Stadtbus, also den ÖV zuständig ist. «ÖV heisst für mich aber auch: Öffentliche Verantwortung. Ich will, dass Kreuzlingen auf Kurs bleibt und seine Ziele fahrplanmässig erreicht.»

Ideale Ergänzung
Für die Leitung der Technischen Betriebe bringt er als Technischer Kaufmann von Berufs wegen beste Voraussetzungen mit. Exekutiverfahrung sammelte er während zehn Jahren als Vizepräsident der Schulbehörde. «Ich bin überzeugt, dass ich die ideale Ergänzung für das Stadtratsteam bin, wo ich mich voll und ganz für unser Kreuzlingen und seine Bewohner einsetzen werde,mit Engagement, aber überlegt und besonnen», so Beringer.

Kritik an Stadthausplanung
Die Kreuzlinger dürfen sich im Gegenzug auf einen heissen Wahlkampf freuen. Was in diesem thematisiert werden könnte, dafür gab es schon mal einen kleinen Vorgeschmack. «Bezüglich des Stadthauses vertete ich eine andere Meinung als der Stadtrat», sagte Beringer. «Ich sehe dieses an der Marktstrasse und dazu stehe ich auch.» Untertstützung bekommt Beringer von EVP-Präsident Thomas Leuch. Gerade vor dem Hintergrund des verdichteten Bauens solle man den Bärenplatz lieber für eine Wiese oder einen Park nutzen und mit einer Bebauung warten, bis ein unschlagbares Projekt in der Pipeline stehe, findet dieser.

«Oder das Gejammer an der Gemeinderatssitzung, dass das Budget der Technischen Betriebe so kompliziert geworden sei und man eine TBK-Kommission gründen solle – ein Gejammer übrigens, in das die EVP nicht miteingefallen ist», erklärt Leuch. «Das zeigt doch, das Fachkompetenz wichtig ist. Ein Stromfachmann wie Thomas Beringer wäre ideal, um das Departement Dienste zu leiten.»

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