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Jugendmusik im Finalkampf

Kreuzlingen – Als absoluter Publikumsliebling entpuppt sich das Blasorchester der Jugendmusik Kreuzlingen bei der TV-Show «Kampf der Orchester». Am Samstag treten sie ein letztes Mal in der Bodensee-Arena auf, um die Zuschauer in ihren musikalischen Bann zu ziehen. Hier schildern die Mitglieder ihre bisherigen Erfahrungen:

julia-gessnerJulia Gessner, 16, Neuwilen,
Waldhorn und Alphorn:
Ich dachte zuerst, es wird ein richtiger Konkurrenzkampf zwischen den acht Orchestern, doch es herrscht jeweils eine super Stimmung bei den Proben und Shows. Wir gehen nacher sogar alle zusammen in den Ausgang, der «Kampf der Orchester» ist mehr wie ein grosses Musikfest.
Ich denke, die Zuschauer mögen uns, weil wir eine motivierte Truppe sind und viele verschiedene Ideen haben. Und mit unserem Promi Patrick Hässig hatten wir riesen Glück. Er macht mit, hat Musikererfahrung und bringt auch selber Ideen ein.

Am nervösesten war ich bei meinem Alphornsolo. Ich bin zwei Tage vorher schon fast gestorben vor Anspannung. Aber wenn der Moment dann da ist, vergisst man alles und wird von der Masse getragen. Wir haben auch immer einen super Fanblock in der Bodensee-Arena, dass motiviert jeweils zusätzlich.

Durch die Show ist der Zusammenhalt im Orchester sehr stark geworden. Wir haben duch die zusätzlichen Proben sehr viel Zeit miteinander verbracht. Das wird mir am Ende der Sendung fehlen.

stefan-rothStefan Roth, 34, Bischofszell,
Dirigent:  
Fernsehen machen ist mega streng. Alles muss im voraus geplant und geprobt werden. Doch die Jugendlichen zeigen vollen Einsatz, alle ziehen an einem Strang und kümmern sich um Termine, die Choreografien und die Mobilisierung der Zuschauer. Wir proben auch viel mehr als sonst und haben einen zusätzlichen Probetag am Donnerstag eingeschoben. Das ist vor allem streng für alle arbeitstätigen Mitglieder.

Wir haben einen guten Mix mit unserem Promi, den Figuren, die wir laufen und der Musik, die wir spielen. Wir haben auch einen Vorteil, weil wir mit den Evolutionen das zeigen können, was wir sonst auch machen. Besonders gefreut hat mich, dass wir in der letzten Sendung am meisten App-Voting Stimmen bekommen haben, sogar noch mehr als Luca Hänni. Da vor allem junge Leute diese Abstimmungsform benutzen, hoffe ich, dass durch die Show mehr Jugendliche auf die Idee kommen, ein Instrument in die Hand zu nehmen oder in einem Musikverein mitzumachen. Für die letzte Sendung haben wir uns vorgenommen, nochmals alles zu geben!

angelina-helfensteinAngelina Helfenstein, 19, Güttingen
Piccoloflöte:
Die ganze Fernsehsendung ist ein super Erlebnis. Es haut mich einfach um, in der Halle vor so vielen Leuten spielen zu können. Auch können wir jeweils Choreographien zeigen, welche wir selber entwickelt und mitentschieden haben. Das ist schon etwas ganz Spezielles. Wir haben Spass an dem, was wir machen, und sind jung, frisch und fröhlich. Ich denke, diese Stimmung können wir auf die Zuschauer übertragen. Das ist auch nur möglich durch die ganze Unterstützung, die ich durch meine Familie, Freunde und Arbeitskollegen erhalte. In der letzten Sendung will ich die Atmosphäre und den Applaus des Publikums noch einmal richtig geniessen.

timo-ruprechtTimo Ruprecht, 21, Scherzingen,
Tenorsaxophon:
Der «Kampf der Orchester» ist mal etwas ganz anderes als die Wettbewerbe, an denen wir sonst teilnehmen. Auch im Fernsehen zu sein ist ein einmaliges Erlebnis. Dabei macht sich unser Jugendbonus bezahlt und auch dass wir Lokalmatadoren sind.

Das merkt man auch am Jubel und Applaus in der Bodensee-Arena. Diese Unterstützung pusht und treibt uns zu Höchstleistungen an. Der Zusammenhalt und die intensive Probearbeit hat mir gezeigt, dass man auch als grosse Gruppe etwas erreichen kann, wenn jeder sich den Arsch aufreisst. Und dann ist es einfach geil, wenn sich die ganze Arbeit am Schluss bezahlt macht.

Kampf um zuschauerstimmen
Das Blasorchester der Jugendmusik Kreuzlingen konnte sich aus ursprünglich acht Formationen für die Finalsendung vom «Kampf der Orchester» am Samstag auf SRF 1 um 20.10 Uhr qualifizieren. Um den Sieg zu holen, sind die Jugendlichen weiterhin auf die Hilfe der Zuschauer angewiesen, welche über Telefonanrufe oder per App-Voting abstimmen. Das App kann unter dem Namen «Kampf der Orchester» aus dem App Store (iPhone) oder Play Store (Android) heruntergeladen werden.

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