/// Rubrik: Kultur

Eine enge Freundin der Bonapartes

Salenstein – Im Rahmen der populärwissenschaftliche Vortragsreihe «Arenenberger Entdeckungen» im Napoleonmuseum Thurgau lädt am Donnerstag, 11. Dezember, um 19 Uhr, Christina Egli zum Thema «Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen – eine enge Freundin der Bonapartes» ein.

Christina Egli, stellvertretende Museumsdirektorin von Schloss Arenenberg, gilt seit Jahren als die intimste Kennerin der Fürstin und ihrer Umgebung. In ihrem Vortrag verfolgt sie die Freundschaft der beiden Familien sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen. 2015 erscheint die von ihr vorgenommene Edition der fürstlichen Memoiren.

Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen. (Bild: zvg)

Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen. (Bild: zvg)

Die 1760 in Paris geborene Prinzessin von Salm-Kyrburg heiratete 1785 den Sigmaringer Erbprinzen Anton Aloys von Hohenzollern. Nach der Geburt des Stammhalters flüchtete sie aus der Enge der Schwäbischen Provinz zurück nach Paris. Das Leben der Fürstin könnte spannender nicht sein: Im Mittelpunkt des Geschehens stehend, erlebte Amalie Zephyrine an Originalschauplätzen das Ancien Régime, die Schreckensherrschaft der Jakobiner, Republik, Konsulat und schliesslich das französische Kaiserreich. Nach 23 Jahren Abwesenheit liess sie sich während ihrer zweiten Lebenshälfte in Sigmaringen bzw. Inzigkofen nieder, wo sie 1841 starb.

Während der Revolution lernte sie Alexandre und Joséphine de Beauharnais sowie deren Kinder Eugène und Hortense kennen. Daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft, die sich auf der Seite der Bonapartes über drei Generationen und auf der Seite der Hohenzollern über vier Generationen halten sollte. Erst der preussisch-französische Krieg von 1870 zerschnitt das Band.

Anmeldung unter Tel. 058 345 74 10 oder reservation.nap@tg.ch

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