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Zehn Menschen verlieren ihr Zuhause durch Brand

Konstanz - Kurz vor dem Jahreswechsel verloren zehn Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ihr Dach über dem Kopf, zwei mussten wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst zur Kontrolle ins Klinikum gebracht werden.

Kurz vor 15.30 Uhr am Dienstagnachmittag erhielt die Feuerwehr einen Notruf, dass es im Dachstuhl über dem Restaurant Bonanza in der Spanierstrasse brennen würde. Der Sachschaden könnte nach einer ersten vorsichtigen Schätzung von Feuerwehrkommandant Dieter Quintus rund eine halbe Million Euro betragen.

(Bild: Christopher Kutschker)

(Bild: Christopher Kutschker)

Die wenigen Minuten nach der Alarmierung eintreffenden Feuerwehrleute sahen Flammen und eine starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss. Dieter Quintus veranlasste noch während seiner Anfahrt über Funk, dass die Spanierstrasse zwischen Ebertplatz und Sternenplatz von der Polizei voll gesperrt wurde. Unter anderem über zwei Drehleitern verlegten die Feuerwehrfrauen und -männer mehrere Löschleitungen. Ihre Feuertaufe erlebte die neue, kleine Drehleiter, die zwischen dem benachbarten Hotel und dem brennenden Haus aufgestellt wurde.

Die Bewohner im direkt angrenzenden Haus mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Nachdem feststand, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten würde, durften sie wieder zurückkehren. Für die fünfköpfige Familie des Restaurant-Pächters und fünf weitere Bewohner wird es so schnell keine Rückkehr geben. Deren Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar.

Nachlöscharbeiten bis in die Nacht
Obwohl die Ausbreitung des Feuers rasch unterbunden war, dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die Nacht. Oft waren Flammen zu sehen, die an den Dachbalken züngelten. Um die Deckenlast des ersten Obergeschosses und den Wasserschaden in den darunter liegenden Geschossen gering zu halten, durfte Wasser nur zum vorsichtigen Ablöschen eingesetzt werden.

Die Bereitschaftsdienste der Stadtwerke stellten im Haus Strom, Gas und Wasser ab. Die Gaszufuhr sei mittels Schieber frühzeitig unterbunden worden, berichtete Michael Müller, Geschäftsbereichsleiter Energienetze. Später sei ein Stopfen gesetzt worden, ergänzte er.  Zusätzlich seien im Haus die Wasserleitungen entleert worden, um einem möglichen Einfrieren zuvor zu kommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Über die Brandursache gibt es noch keine Angaben.

Die kleine Drehleiter
Die Feuerwehr Konstanz verfügt seit kurzem über eine kleine Drehleiter. Im Gegensatz zu den beiden grossen Drehleitern mit maximal 30 Meter Rettungshöhe, erreicht sie nur 19 Meter. Durch ihre Bauweise gelangt sie vor allem in der Niederburg in viele enge Gassen. Trotz ihrer geringeren Rettungshöhe komme sie meist mit dem Korb über die Dächer der Altstadt, erklärte Feuerwehrkommandant Dieter Quintus. Die feuerwehrtechnische Beladung entspricht ihren grossen Schwestern.

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