/// Rubrik: Kultur

Der Maler als neugieriger Forscher

Kreuzlingen – Für seine Einzelausstellung im Museum Rosenegg hat Valentin Magaro eigens eine Kompositionsstudie samt Acrylbild konzipiert. Diese und vieles mehr ist noch bis zum 1. März zu sehen. Vernissage ist am Freitag, 9. Januar, 18 Uhr.

Von der Skizze bis zum fertigen Bild: Valentin Magaro nimmt Szenen aus dem Leben und der medialen Welt und erschafft damit neue Realitäten. (Bild: ek)

Von der Skizze bis zum fertigen Bild: Valentin Magaro nimmt Szenen aus dem Leben und der medialen Welt und erschafft damit neue Realitäten. (Bild: ek)

Der Kreuzlinger Bootshafen aus der Sicht Magaros. (Bild: zvg)

Der Kreuzlinger Bootshafen aus der Sicht Magaros. (Bild: zvg)

«Valentin Magaro kann etwas. Er ist unverwechselbar», erklärt Museumsleiterin Heidi Hofstetter die Einladung an den regionalen Künstler ins Museum Rosenegg. Der gelernte wissenschaftliche Zeichner hatte schon früh die Ambitionen, in den Kunstbereich einzusteigen. Heute würden viele Kunstschaffende sich mit konzeptueller Kunst beschäftigen, in seiner Generation gebe es nur noch wenige Maler. «Die Dinge aus unserer Welt in ein Bild zu übersetzen», sei darum laut Magaro sein Anspruch an die Arbeit. Diese ist sehr exakt gezeichnet, gleichzeitig lässt sie viel Interpretationsspielraum offen.

Arbeitsprozess einsehbar
Für die Ausstellung im Rosenegg hat er sich während der letzten Sommerferien im Badehaus am Bootshafen Kreuzlingen inspirieren lassen. Der gesamte Arbeitsprozess mit Bleistiftskizzen, Filzzeichnungen und polychromen Tafelbildern wird nun in einer Kompositionsstudie im Museum Rosenegg ausgestellt. Das 140 auf 200 Zentimeter grosse Acrylbild der Szene aus dem Bootshafen (siehe oben), stellt jedoch keinen Anspruch an die Wirklichkeit. «Vielmehr versuche ich in meinen Bildern verschiedene Elemente zusammenzufassen», erklärt der Winterthurer seine Kunst.

Neue Bildlösungen
Dazu nimmt er Szenen aus dem Alltag, die ihn faszinieren, wie etwa eine Skizze einer Frau in der Badi, und versucht diese zu einem Bildteil seiner Werke zu machen. Die ursprünglichen Motive durchlaufen dabei einen Transformationsprozess, werden gedreht, entrückt oder bereichert, damit daraus schlussendlich «neue Bildlösungen für Gegenständlichkeiten entstehen», so Magaro.

Entdeckungsreise
Diese auf den ersten Blick normal erscheinenden Alltagssituationen ziehen den Betrachter durch Farb-, Form- und Perspektivenanordnungen in seinen Bann. In den grossen Acrylbildern gibt es auch viel zu entdecken, von tanzenden Skeletten bis hin zu im Hintergrund schwebenden Bananen. Magaro beschreibt sich selbst als «neugierigen Forscher». Im Rosenegg bietet sich nun die Möglichkeit, die Gedankengänge des Malers nachzuverfolgen.

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