/// Rubrik: Region

Er war der letzte Berufsfischer

Gottlieben – August Meyer, ehemaliger Bürgerpräsident und letzter Gottlieber Berufsfischer, ist am 13. Dezember 2014 nach längerer Krankheit im 81. Lebensjahr in seinem Haus am Seeweg 3 still von uns gegangen. Er war für Gottlieben eine Persönlichkeit, welche vielen als begabter und musischer Menschen in Erinnerung bleiben wird. (Hans Wittich, Bürgerpräsident)

August Meyer.  (Bild: zvg)

August Meyer. (Bild: zvg)

August Meyer, genannt Gust, wurde 1934 als einziger Sohn der Fischerfamilie August und Lina Meyer in Gottlieben geboren. Er ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Viele kannten ihn als aktiven Sportler und als sportbegeisterten jungen Mann. Nach der Heirat mit Heidi Moser freute sich das Ehepaar über die Geburt der Tochter Jolanda sowie der Söhne Adrian und Christian.

Gust Meyer war handwerklich wie auch musisch begabt, was man auch aus seinen vielseitigen Tätigkeiten erkennen kann. Er war Postbeamter, technischer Anlagebetreuer in Italien, Mitarbeiter im Vermessungsbüro, Montagefachmann für Pendeltüren und Verkaufsberater für Küchen. In der letzten Tätigkeit vor seiner Krankheit war er Berufsfischer in seiner privaten Fischenz im Seerhein.

Schon in jungen Jahren war August Meyer ein begabter Schauspieler im Männerchortheater Gottlieben und bei der 700-Jahrfeier 1951. Er gehörte 1971 auch zu den Gründungsmitgliedern der Fasnachtsgesellschaft Gottlieben, besetzte bei den Narrenabenden als Till Eulenspiegel seine Lieblingsrolle und sorgte für die kritische Hauptnummer in der Bütt. Theaterbesuche waren für Gust Meyer eine grosse Leidenschaft, die er fast bis zu seinem Tode pflegte.
Der Verstorbene war bis zum Jagdverbot im «Riet» auch Obmann der Jagdgesellschaft Gottlieben. Der Gemeinde diente er als langjähriger EW-Verwalter und war 20 Jahre Gottlieber Bürgerratspräsident.

Das alles sind nur die wichtigsten Stationen im Leben von Gust Meyer, sie zeigen aber auf, dass Gottlieben einen interessanten Bürger verloren hat, der über das Dorf am Seerhein überaus viel wusste und mit seiner Heimat am Untersee stark verbunden war. Wir wollen ihn in guter Erinnerung halten.

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