/// Rubrik: Leserbriefe

Kein Parteibuch vor dem Kopf

Leserbrief – Die Kreuzlinger Parteien – ausser der CVP – beklagen u.a. die Parteilosigkeit von Andreas Netzle. Parteien können aber sehr wohl mit einem parteilosen Stadtoberhaupt zusammenarbeiten. (Paul Altwegg, Kreuzlingen)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Um Kritik anzubringen steht ihnen das ganze Jahr zur Verfügung. Wer vor den Wahlen keinen geeigneten Gegenkandidaten anzubieten hat und ohne konkrete Nennung von Gründen den Stadtpräsidenten nicht zur Wiederwahl empfiehlt, hinterlässt einen orientierungslosen und billigen Eindruck. Genau solches Verhalten ist zum Glück nicht der Stil von Andreas Netzle. Ohne Parteibuch vor dem Kopf hat er den besseren Durchblick zum Wohle des Gesamten. Wenn auch er es nicht allen recht machen kann, so lässt sich seine Leistungsbilanz sehen: Sachliche Zusammenarbeit im Stadtrat, gut funktionierende Verwaltung, hervorragende Finanzlage, Ausbau des öffentl. Verkehrs, klare und transparente Leistungsvorgaben für Kultur und Sport, intakte Rahmenbedingen für Gewerbe und Industrie (abgesehen von nicht beeinflussbarem Eurokurs und Einkaufstourismus). Kreuzlingen ist eine Stadt mit attraktivem Lebensumfeld, nicht zuletzt dank der unaufgeregten Führung durch Andreas Netzle. Seine Wiederwahl ist Erste Wahl!

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2 thoughts on “Kein Parteibuch vor dem Kopf

  1. Maria Bader

    Stadtammann Andreas Netzle hat die CVP aktiv um Unterstützung angefragt , so teilte der CVP-Ortsparteipräsident Alfredo Sanfilippo dies vor einer Woche mit. Eine Parteimitgliedschaft wurde von Andreas Netzle allerdings abgelehnt. Es wäre dem Wähler zu offensichtlich gewesen, dass zusammen mit Stadtrat Ernst Zülle zwei von fünf Stadträten die Interessen der CVP vertreten würden. Parteilosigkeit kann auch berechnendes Machtkalkül sein!

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  2. schiesser

    „berechnendes Machtkalkül“ könnte ja wohl nur eine Rolle spielen, wenn die Positionen Kandidierender nicht bekannt wären und man durch einen ausbleibenden Parteibeitritt sozusagen als „Wolf im Schafspelz“ (oder eher „Schaf im Wolfspelz“?) für eine Partei eine neue Machtposition schaffen könnte. Das dürfte aber im Falle der Kreuzlinger Stadtpräsidenten-Wahl unsinnig sein: Jeder, der’s wissen will, weiss, wie die „Stadtregierung“ agiert und weiss auch, was Netzle macht oder nicht macht. Wobei die CVP ja auch keine wirklichen Anhaltspunkte für einen politischen Kurs bietet: die eine Hälfte der Partei will immer etwas anderes als die andere Hälfte – die eine stimmt eher sozial engagiert, die andere vertritt eher neoliberale Wirtschaftspositionen. Und so widerspricht sich die Partei meistens selbst – im Grossen Rat heben ja oft die Stimmen der einen Hälfte jene der anderen Hälfte wieder auf. So schafft man keine „Machtposition“ – so macht man sich höchstens elbst überflüssig.

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