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Ein Schritt in die richtige Richtung

Handball – Trotz der 26:27-Heimniederlage gegen Tabellenvierten Spono Nottwil durften die SPL2-Frauen des HSC Kreuzlingen die Halle erhobenen Hauptes verlassen. Sie kämpften sich in der zweiten Halbzeit wieder heran und hätten einen Punktgewinn durchaus verdient gehabt. In erster Linie zeigten die Thurgauerinnen aber auf, dass sie sich im Kampf gegen den Abstieg noch längst nicht aufgegeben haben. (Markus Rutishauser)

Nach den ersten 30 Minuten dieses Spiels der zweithöchsten nationalen Spielklasse schienen die Kreuzlingerinnen chancenlos, um gegen die stark aufspielenden Gäste auch nur in die Nähe eines Punktgewinnes zu kommen. Da passte bei den neu von Gabor Fülöp trainierten HSCK-Frauen viel zu wenig zusammen.

(Bild: Gaccioli)

(Bild: Gaccioli)

An den Stärkeverhältnissen änderte sich auch nach der Pause vorerst wenig. Nottwil kombinierte mit viel Tempo und Durchsetzungsvermögen und erhöhte das Skore schnell auf 11:20. Dann aber entwickelte sich die Formkurve der beiden Teams völlig überraschend gegensätzlich. Die Kreuzlingerinnen vermochten ihre Fehlerquote massiv zu senken und zeigten endlich wieder einmal auf, zu was sie eigentlich fähig wären. Sie bauten den Rückstand Tor um Tor ab, bewiesen viel Moral und kamen dank ihrer besten Werferin Franziska Fix rund sechs Minuten bis auf 22:23 heran.

Die sichtlich verunsicherten Luzernerinnen taumelten, aber sie fielen nicht. Der Ausgleich wollte dem HSCK nicht gelingen, obschon die Gelegenheiten dazu vorhanden waren. In einer packenden Schlussphase retteten sich die Talente des NLA-Spitzenclubs Spono Nottwil schliesslich gerade noch über die Ziellinie.

Aus Kreuzlinger Sicht darf festgehalten werden, dass dies in der zweiten Halbzeit eine der besten Saisonleistung war, welche für den weiteren Saisonverlauf neue Hoffnung gibt. Allerdings müssen die HSCK-Ladies im nächsten Spiel genau dort anfangen, wo sie gegen Nottwil aufgehört haben.

HSC Kreuzlingen – Spono Nottwil 26:27 (9:16)

Egelsee. – 80 Zuschauer. – Sr. Staunovo/Schmid.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Nottwil.

Kreuzlingen: Stein/Demmler; Grathwohl (2), Singer-Duhanaj (3), Ganz (2), Bornhauser, Bailon (5/2), Fix (8), Ettwein (1), Marku, Maier (4/1), Ertl (1).

Nottwil: Günnel/Zihlmann; Mathys (5), Geiser, Egli, Darusman (2), Sommerhalder, Kramis (1), Wey, Engel (6), Amrein (6/2), Calchini (7), Imgrüt.

Siebenmeter: Kreuzlingen 3/4, Nottwil 2/3.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Weidmann und Klein (beide rekonvaleszent).

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