/// Rubrik: Stadtleben

Satirischer Jahresrückblick

Kreuzlingen – Am 6. Februar feierte die Narren-Night-Show der Narrengesellschaft Emmishofen Premiere. Auch dieses Jahr dürfen Zuschauer sich wieder auf eine zünftige Portion Lokalsatire freuen.

Über den Wolken ist die Narrenfreiheit grenzenlos. (Bild: ek)

Über den Wolken ist die Narrenfreiheit grenzenlos. (Bild: ek)

Viel Zeit zum Proben bleibt der Narrengesellschaft jeweils nicht. Nur eine Woche steht ihnen der Saubachsaal zum gemeinsamen Üben zur Verfügung. Dann muss das zweieinhalbstündige Programm sitzen, samt Bühnentechnik und Gesang. «Am Anfang der Proben herrscht immer Chaos, dieses müssen wir für die Vorstellung in Bahnen lenken», erzählt Roger Cotting. Viel Freiraum für Improvisation bleibt auch nicht, da die Texte und Pointen jeweils aufeinander abgestimmt sind. Früher sei das noch eher möglich gewesen, als jeweils nur zwei Leute auf der Bühne standen, erinnert sich Cotting, welcher vor zehn Jahren  die Bühne der jüngeren Generation überlassen hat und nun die Regie führt. Heute stehen aber mehrere Leute auf der Bühne, welche auf ihre Einsätze warten. «Die Komplexität hat über die Jahre zugenommen, nicht nur im Drehbuch sondern auch in Sachen Bühnentechnik und Musik», sagt Cotting. So blinkt, dreht und schwebt so mancherlei Requisite oder Darsteller während der Vorstellung über die Bühne. Die sechs verschiedenen Bühnenbilder gehören jedes Jahr zu den Höhepunkten der Vorstellung.

Zuviel möchte die Narrenclique darum im Vorfeld auch gar nicht verraten. Sicher ist, dass sie das vergangene Jahr wieder Revue passieren lässt, und dabei nicht mit Witz und Häme spart. Drei Themenblöcke beinhaltet der Abend, bei dem es auch Speis und Trank gibt.

Keine Tabuthemen
Auf die Schippe genommen wird alles und jeder, von der Stadtpolizei über die Mafia bis hin zu unserem Umgang mit sozialen Medien. Dabei geniessen die Akteure Narrenfreiheit, nicht einmal ihr eigenes Umfeld ist ein Tabuthema. «Mehrere Mitglieder von uns arbeiten bei Gemeinden», sagt Cotting. «Wenn dort etwas vorgefallen ist, wird das natürlich auch thematisiert.» Aber nicht nur lokale sondern auch nationale und internationale Ereignisse werden behandelt, und diese bunt zusammengemischt.  Beeindruckend ist auch immer wieder die gesangliche Leistung der Akteure.

Das angesprochene Akteure nachtragend oder beleidigt sind, hätte es in der langen Geschichte der Narren-Night-Show schon gegeben. Das sei aber sei eher selten der Fall: «Wir  sind ja nicht bösartig, sondern wollen nur gewisse Ereignisse humorvoll aufzeigen und zum Nachdenken anregen», so Cotting.

Vorverkauf
Rund 90 Prozent der Tickets für die sechs Vorstellungen am 6./7., 13./14. und 20./21. Februar im Emmishofer Saubachsaal sind schon ausverkauft. Die restlichen gibt es im Vorverkauf bei Oeler&Beringer am Boulevard. Auch an der Abendkasse gibt es meist noch Eintritte.

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