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So wird die neue Schule Bernrain

Kreuzlingen – Die Schule Bernrain will und muss sich teilweise baulich erneuern (wir berichteten). Für die Sanierung des Internatsgebäudes sowie die Erweiterung und Sanierung des Schulhauses haben Architekten ihre Pläne eingereicht, die zurzeit ausgestellt sind

Institutsleiter Thomas Bücheler (li.) und der Präsident der Aufsichtskommission, René Imesch, freuen sich über die Siegerentwürfe für die Sanierung des Internatsgebäudes (Grafik) und die Erweiterung des Schulhauses (Modell) der Schule Bernrain. (Bild: Thomas Martens)

Institutsleiter Thomas Bücheler (li.) und der Präsident der Aufsichtskommission, René Imesch, freuen sich über die Siegerentwürfe für die Sanierung des Internatsgebäudes (Grafik) und die Erweiterung des Schulhauses (Modell) der Schule Bernrain. (Bild: Thomas Martens)

«Für das Internatsgebäude haben wir drei Architekten zu einem Studienauftrag eingeladen», berichtet René Imesch, Präsident der Aufsichtskommission der Schule. Eine sechsköpfige Jury entschied sich für den Entwurf des Architektenbüros Stucky/Schneebel aus Zürich.

Die Ausgangslage war den Planern zu wenig wohnlich und hatte zu sehr Heimcharakter. Insgesamt verfolgen sie das Ziel, die Situation für die Kinder und Jugendlichen wohnlicher und angenehmer zu machen. «Der Unterschied zwischen zuhause und bei uns sollte nicht allzu gross sein», beschreibt Schulleiter Thomas Bücheler die Intention. 35 Schüler, zwei Drittel davon Jungen, leben unter der Woche hier und verbringen die Wochenenden und Ferien bei den Eltern, der überwiegende Teil der Schüler wohnt zuhause.

Die architektonischen Lösungen sind denkbar einfach. Unter anderem soll der Eingangsbereich offener und heller gestaltet werden. Die Zimmer werden verkleinert, es gibt künftig nur noch Einer- und Zweier-Belegung. Ein Lavabo wird integriert, die Nasszellen sind von aussen zugänglich. «Wir wollen explizit keinen Hotelcharakter, den haben die Kinder zuhause auch nicht», so Bücheler weiter.

Feinfühlige Pläne
Für die Erweiterung und Sanierung des Schulhauses ging das Architekturstudio Roth aus Zürich als Sieger eines Wettbewerbs zwischen sechs Architekten hervor. Die Pläne sehen vor, das bestehende Mehrzweckgebäude gegen die Bernrainstrasse zu erweitern.

Eine gedeckte Verbindung zum alten Schulhaus bildet einen Hof und erzeuge gemäss Bericht des Preisgerichts «einen intimen, der Nutzung angemesenen Aussenraum». Das Schulhaus werde in Richtung Osten «subtil und geschickt» erweitert.

Als Leistungsauftraggeber beteiligt sich der Kanton mit rund zehn Millionen Franken an den gesamten Baukosten, die noch nicht beziffert werden können. Ihren finanziellen Teil trägt die Schule durch Landverkäufe bei.

Ausstellung
Die Entwürfe sind noch vom 9. bis 13. Februar, jeweils 9 bis 16 Uhr, im Dachgeschoss des Landwirtschaftsgebäudes zu sehen.

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