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«Ich will mit Sachpolitik vorwärts gehen»

Kreuzlingen – Günther Graner sass acht Jahre lang für die SVP im Gemeinderat. Für die kommende Legislatur steht sein Name jedoch auf der FDP Liste. Im Interview erklärt er die Gründe des Wechsels.

Gemeinderat Günther Graner. (Bild: ek)

Gemeinderat Günther Graner. (Bild: ek)

Herr Graner, was hat Sie zum Parteiwechsel bewogen?
Interessenkonflikte in der Partei. Die SVP bekämpfte die Schwimmhalle, als Projektverantwortlicher Architekt und Gemeinderat war sie für mich aber die richtige Entscheidung. Danach hat’s zwischen uns nicht mehr «gieget».

Als Politiker muss man doch unterschiedliche Meinungen akzeptieren.
Das Nein meiner Parteikollegen habe ich auch akzeptiert, jedoch nicht die Art, wie dieses kommuniziert wurde. Peter König und ich haben uns stark für das Projekt eingesetzt. Ohne mit uns zu reden, wurde hinter unserem Rücken jedoch das Nein-Komitee aufgebaut. So geht man nicht mit Parteikollegen um. Ich wollte zuerst ganz aus dem Gemeinderat aussteigen.

Was hat Sie zur erneuten Kandidatur bewogen?
Mein Umfeld und die Tatsache, dass mir diese Arbeit Spass macht. Ich wollte den Kopf nicht in den Sand stecken.

Wie sind Sie zur FDP gekommen?
Ich wurde von verschiedenen Parteien angefragt. Als Unternehmer habe ich einen nahen Bezug zu den Liberalen und kenne dort auch viele Leute persönlich.

Geht das mit ihren Werten überein?
Über die letzten Jahre habe ich einen Wandel durchgemacht. Ich will nicht zu den ewigen Blockierern und Nein-Sagern zählen. Ich hatte eine gute Zeit in der SVP, aber ich will vorwärts gehen, denn Stillstand bedeutet für mich Rückschritt.

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