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Mit Machern in den Gemeinderat

Kreuzlingen – Die FDP Ortspartei geht mit einer vollen Liste in den Wahlkampf um den Gemeinderat. Auch zu allen anderen zu besetzenden politischen Ämtern haben die Liberalen eine klare Meinung.

13 der 20 FDP-Kandidaten für den Gemeinderat (v.l.): Christian Brändli, Indira Marazzi, Barbara Jäggi, Alexander Salzmann, Susan Danubio-Hugelshofer, Rainer Keller, Gospa Vujanovic, René Knöpfli, Pia Donati, Enzo Schrembs, Michael Stahl, Markus Blättler und Besnik Beshiri.(Bild: ek)

13 der 20 FDP-Kandidaten für den Gemeinderat (v.l.): Christian Brändli, Indira Marazzi, Barbara Jäggi, Alexander Salzmann, Susan Danubio-Hugelshofer, Rainer Keller, Gospa Vujanovic, René Knöpfli, Pia Donati, Enzo Schrembs, Michael Stahl, Markus Blättler und Besnik Beshiri. (Bild: ek)

«Seit es die Kreuzlinger FDP gibt, hat es noch nie eine volle Liste gegeben», eröffnete Parteipräsident Patrik Hugelshofer die Nominationsveranstaltung zu den Gemeinderatswahlen. Die Liste beinhaltet alteingesessene Politexponenten wie Christian Brändli – «unser wichtigster Mann in der Partei» – oder Beat Rüedi. Aber auch bekannte Geschäftsleute wie Marc Portmann (Portmann Tabak), Fabrizio Ribezzi (Restaurant Alti Badi) oder Attila Wohlrab (Immokanzlei) sind darauf zu finden. Die Liste gewechselt hat Günther Graner, welcher bis zum Ende der Legislatur noch für die SVP im Gemeinderat sitzt (siehe Seite 3).

«Kein elitärer Haufen»
«Alles ausgezeichnete Leute», lobte Hugelshofer seine Kandidaten. Neun führen eine eigene Firma, die anderen elf sind in Kaderpositionen angestellt. Dennoch seien sie kein elitärer Haufen, «wir stehen morgens nur früh auf und arbeiten hart», so Hugelshofer.
Die FDP plant mit der EVP wieder eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden. Dies passe von den politischen Werten, aber auch rein rechnerisch gut mit der FDP zusammen.
Ebenfalls auf der Liste und durch Wahlplakate sehr präsent ist Michael Stahl. Er kandidiert sowohl für das Amt des Schulpräsidenten als auch für den Gemeinderat. «Wir hoffen natürlich, dass er bereits die erste Wahl gewinnt», so Hugelshofer.

Für die Stadtratswahl stellt die Ortspartei keinen eigenen Kandidaten auf. Sie plant aber Thomas Beringer von der EVP zu unterstützen, «sofern diese unseren Kandidaten für das Schulpräsidium offiziel empfiehlt.»

Heikles Thema Stadtpräsident
Für Diskussionen sorgte einzig die Personalie des Stadtpräsidenten. Der Vorstand der FDP hatte an seiner Sitzung vom 14. Januar beschlossen, Andreas Netzle nicht zur Wiederwahl zu empfehlen. Der Plan, Netzle erst im zweiten Wahlgang mit einem Gegenkandidaten zu konfrontieren, sorgte jedoch für Verwirrung. Damit es soweit kommt, müsste der bisherige Stadtammann das absolute Mehr verfehlen – ohne Alternativnamen ein unwahrscheinliches Szenario. Denn auch Leereinwerfen unterstützt Netzle indirekt im Erreichen des Absoluten Mehrs.

Gemeinderatskandidat Rainer Keller befürchtet zudem, mit der Anfeindung das Klima für die kommenden vier Jahre weiter vergiftet zu haben. «Netzle wird nicht fallen, die Zusammenarbeit aber wird sich verschlechtern», so Keller. Ein anderes Mitglied lobte indes die klare Ansage der Parteiführung: «Dass die anderen Parteien keine Stellung zum Stadtpräsidenten nehmen, ist verantwortungslos.» Das Motto mit dem die FDP in den Wahlkampf geht, lautet dann auch passend: «Tun statt lassen».

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