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Salenstein rüstet sich zur Schlammschlacht

Salenstein – Schulpräsidentin Ewa Zwick und Gemeindeammann Roland Streit haben angekündigt, am heute Abend stattfindenden Podium zur Wahl nicht teilzunehmen. Eine Bürgerbewegung will heute Abend ausserdem kompromittierende Details über ihre politischen Gegener veröffentlichen.

Leerstehender Dorfladen in Salenstein. (Bild: Emil Keller)

Leerstehender Dorfladen in Salenstein. (Bild: Emil Keller)

In Salenstein sollen Gesamterneuerungswahlen stattfinden (wir berichten). Eine Findungskommission (FiKo) um Bernhard Friedrich möchte mit Roland Nothelfer einen neuen Gemeindeammann und mit Yvonne Baer eine neue Schulpräsidentin ins Amt heben. Im Zuge des Wahlkampfs wurde bereits mit harten Bandagen gekämpft, unter anderem die Nachricht eines vermeintlichen Porno-Skandals an der Schule über willfährige Medien verbreitet. Jetzt könnte die Schlammschlacht in die nächste Runde gehen.

Freitag der Dreizehnte
Heute um 20 Uhr findet eine Podiumsdiskussion in der Mehrzweckhalle statt. Eigeladen wurden alle sich zur Wahl Stellenden. Margrit Hauser und Daniela Lüchinger (Schulkommission) sowie die Schulpräsidentin, Ewa Zwick, nehmen nicht teil. Aufgrund der Situation im Vorfeld der Wahlen und den Vorgesprächen mit dem Moderator haben sie den Eindruck bekommen, dass ein fairer Ablauf des Gesprächs nicht gewährleistet werden kann, so eine Medienmitteilung der Schule.

Auch Gemeindeammann Roland Streit und Gemeinderat Hansjörg Hauser kommen nicht ans Podium. «Das Ziel einer FiKo ist es, jeweils die geeigneten Kandidaten für die offenen Posten einer Behörde zu finden – nicht die bestehenden Behördenmitglieder abzusetzen», schreiben Streit und Hauser. Sie sprechen der Fiko die Legitimation ab.

Flugblatt mit brisanten Details
Bekannt wurde auch, dass eine lose Gruppierung in einem Flugblatt Details über Roland Nothelfer veröffentlichen und aufzeigen will, wieso dieser in ihren Augen politisch nicht tragbar ist. Insider wissen ausserdem, dass eben jene Bürgerbewegung einen Sprengkandidaten fürs Amt des Gemeindeammanns ins Rennen schicken will. Die offiziellen Wahlunterlagen mit den offiziellen Kandidaten sind zwar schon verschickt. Stimmbürger können trotzdem wilde Kandidaten auf den Stimmzettel schreiben, wen sie wollen.

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