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Starker Leader eine zu hohe Hürde

Handball – Etwas mehr als 20 Minuten lang vermochte der HSC Kreuzlingen auswärts den NLB-Leader TV Endingen zu fordern. Aber nach dem 13:13 liessen die Aargauer vor 300 Zuschauern in Wettingen nichts mehr anbrennen und setzten sich auch dank ihres überragenden Topskorers Christian Riechsteiner (16 Tore) am Ende doch noch standesgemäss mit 39:30 (20:16) durch.

Torjäger Oliver Schoof ist für den HSC Kreuzlingen eminent wichtig. (Bild: Mario Gaccioli)

(Symbolbild: Mario Gaccioli)

An die zuletzt starken Abwehrleistungen konnten die Kreuzlinger im Sonntagsspiel in der Wettinger Tägerhardhalle nicht mehr anzuknüpfen. Weder die Verteidigung noch die beiden Torhüter erreichten gegen den stärksten Angriff der Nationalliga B ihr Topniveau. Insbesondere den langjährigen NLA-Spieler Christian Riechsteiner brachten die Thurgauer nie unter Kontrolle. Am Ende hatte die Nummer 3 der NLB-Torschützenliste unglaubliche 16 Tore auf seinem Konto, wovon er allerdings deren sieben mittels Penalty erzielte. Ihre beste Phase hatten die Kreuzlinger Mitte der ersten Halbzeit, als sie einen 6:10-Rückstand wettmachen und zum 13:13 ausgleichen konnten. In der Folge bremsten sie sich aber mit vielen Eigenfehlern gleich wieder selbst aus. So konnte der Leader bis zur Pause wieder auf 20:16 wegziehen und machte dann in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zum 25:18 schnell alles klar.

Weweisende Spiele folgen
Mit dem Gastspiel bei Endingen haben die Hafenstädter ihr schwieriges Pensum mit Spielen gegen die vier Spitzenteams und Aufstiegsanwärter abgeschlossen. Der gewonnene Auswärtspunkt beim Tabellendritten Baden könnte in der Endabrechnung noch wichtig werden. Nach dem Heimspiel gegen NLA-Absteiger HC KTV Altdorf (5.) vom nächsten Samstag in Romanshorn folgen Duelle mit Teams aus der zweiten Tabellenhälfte. Insbesondere die nächsten vier Punktspiele gegen den TV Birsfelden (7. März/heim), die SG Horgen (14. März/auswärts), den TV Zofingen (21. März/heim) und Chênois Genf (29. März/auswärts) haben im Kampf um den Klassenerhalt grösste Bedeutung. Aktuell liegen fünf Mannschaften – darunter auch der HSC Kreuzlingen – auf den Tabellenplätzen 9 bis 13 nur durch drei Punkte getrennt extrem nahe beisammen. Und auch Schlusslicht Birsfelden machte zuletzt Boden gut und wehrt sich vehement gegen den sofortigen Wiederabstieg. «Wir wollen uns so schnell als möglich ins gesicherte Mittelfeld absetzten,» gibt HSCK-Präsident Patrick Müller die Stossrichtung vor, «damit wir auch bald einmal Planungssicherheit für die nächste NLB-Saison haben.»

TV Endingen – HSC Kreuzlingen 39:30 (20:16)
Tägerhard, Wettingen. – 300 Zuschauer.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Endingen, 1-mal 2 Minuten plus Disqualifikation (59:57 Kozak) gegen Kreuzlingen.
Endingen: Willimann/Ferrante; L. Riechsteiner (3), Leitner (1), Gottardi (1/1), Huwyler (2), Kulenovic (3), Ch. Riechsteiner (16/7), Pejkovic (3), Ahmetasevic (3), Schubnell (5), Ladan, Kaiser (2), Kündig.
Kreuzlingen: Glatt/Buff; Misteli (2), Fülöp (2), Petrig (7), Nikocevic (6/2), Heim (4), Briegmann, Gessler, Juhasz (1), Kasumovic (5), Kozak (3).
Penaltystatistik: Endingen 8/9, Kreuzlingen 2/2.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Stegefelt (krank).

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