/// Rubrik: Leserbriefe

Ein Geschenk, das ankommt

Leserbrief – Bei der letzen Wählerumfrage hätten rund 52 Prozent der Befragten ein Ja in die Urne gelegt. Die Gegner argumentieren in erster Linie mit den zu erwartenden Steuerausfällen und in zweiter Line, dass die Falschen zu den Begünstigten gehören würden. (Bruno Schlauri, Tägerwilen)

Bei der direkten Bundessteuer sind die Ausfälle sicher in Relation zu den Gesamteinnahmen gering. Bei den Kantonen und Gemeinden steht den Mindereinnahmen auch ein Mehrwert gegenüber, indem den Familien mehr Mittel für andere Bedürfnisse als das Zahlen von Steuern zur Verfügung stehen würden. Dass sich die Finanzverantwortlichen der Kantone und des Bundes für möglichst hohe Steuereinnahmen wehren ist verständlich und gehört zu ihren Aufgaben. Dass aber rund ein Fünftel der von den Arbeitgebern finanzierten Kinder- und Ausbildungszulagen von total ca. 5 Milliaren Franken direkt in die Staatskasse fliessen ist trotzdem stossend.

Dass sich wegen der Steuerprogression bei einem Teil der Besteuerten eine grössere Ersparnis ergibt, liegt an unserem System. Wegen dem durch die Familienzulagen zu deklariende Gesamteinkommen wird auch das Grundeinkommen progressiv, also höher, besteuert. Durch die Steuerbefreiung der Zulagen würde auch diese Ungerechtigkeit korrigiert. Es wir immer weider kritisiert, dass der Mittelstand je länger je mehr geschröpft werde. Diese Initiative wirkt diesem Trend entgegen und verschafft der breiten Mittelschicht eine verdiente Steuerentlastung. Dass diese nur während einer begrenzten Zeit der Familienentwicklung wirksam wäre, wird oft vergessen. Es trifft auch nicht zu, dass in erster Linien die besser betuchten profitieren würden. Nur gerade vier Prozent der Kinder, für die Zulagen bezahlt werden, leben in sog. einkommensstarken Familien. Auch als Unternehmer möchte ich die Familien stärken und stimme deshalb ja zur Familien-Initiative.

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