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Weniger Unfälle auf Thurgauer Gewässern

Kreuzligen – Die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau hat an einer Medien konferenz am Freitag eine durchschnittliche Bilanz der vergangenen Wassersportsaison gezogen. Im Jahr 2014 kamen in Thurgauer Gewässern zwei Personen ums Leben.

Die Seepolizei bei der Bergung eines Motorbootes. (Bild: zvg)

Die Seepolizei bei der Bergung eines Motorbootes. (Bild: zvg)

Anfang August ertrank ein junger Mann beim Schwimmen vor Kreuzlingen. In Romanshorn ertrank am 18. Juli ein älterer Mann wegen gesundheitlicher Probleme im Bereich des Schwimmbades. Die Zahl der Verletzten ist mit vier Personen leich t tiefer als im Vorjahr. Dabei handelte es sich beispielsweise um zwei Personen, die beim Transport ihres Katamarans die Fahrleitung der Bahn touchiert hatten und durch die Stromschläge verletzt wurden. Die Gesamtzahl der Unfälle auf Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins war letztes Jahr mit 13 praktisch halb so gross wie 2013 (24 Unfälle ). Das dürfte unter anderem auf das vielfach schlechte Wetter während der Sommermonate zurückzuführen sein. Insgesamt mussten 63 Personen aus Seenot gerettet werden. Die Schadenssumme aller Unfälle ist mit rund 30‘000 Franken deutlich tiefer als im Vorjahr.

Auf der Hochrheinstrecke gab es im vergangenen Jahr nur einen Unfall zu verzeichnen. Trotz- dem kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen , weil Freizeitkapitäne die Kraft des Wassers und die Gefahren der Hindernisse unterschätzen. Deshalb führte die Seepolizei insbe- sondere an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen Kontrollfahrten durch. Mit der Präventionskampagne «Keine Haie im Rhein» wurde zudem mit prägnanten Plakaten und Botschaften auf die Gefahren des Fliessgewässers aufmerksam gemacht. Diese Präven tions- und Kontrollbemühungen werden auch im laufenden Jahr fortgeführt.

Die Windwarnungen, gemeldet von der MeteoSchweiz in Zürich und dem Deutschen Wetter- dienst in Stuttgart, nahmen gegenüber dem Vorjahr zu. Die von der Kantonalen Notrufzentrale im Polizeikommando Thurgau ausgelösten Wetterwarnungen für Starkwind und Sturm stiegen von 234 Ereignissen im Jahr 2013 auf 264 Ereignisse. Die Trefferquote der Meteorologen war dabei hoch. Bei den Vermögensdelikten blieb die Situation stabil. Neun Schiffsmotoren wurden gestohlen, was gegenüber 2013 einer Abnahme von drei Stück entspricht. Von den fünf als gestohlen gemeldeten Schiffen konnten vier wieder aufgefunden und an den Besitzer zurückgegeben werden. Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2014 zu zwölf Einsätzen aufgeboten. Sie bargen beispielsweise Schiffe und Fahrzeuge und führten technische Kontrollen durch. Die ebenfalls zur Seepolizei gehörende Ölwehr verzeichnete fünf Einsätze.

Der Bodenseepegel bewegte sich im Frühjahr auf mittlerem Niveau und stieg im Frühsommer und Spätherbst in den oberen Bereich der langjährigen Aufzeichnungen. Total wurden 2233 Boote von den technischen Experten der Seepolizei/Schifffahrtskontrolle geprüft. 636 Personen legten die Bootstheorieprüfung ab, 729 wurden praktisch geprüft.

Gesamter See: Weniger Unfälle, mehr Verletzte
Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2014 insgesamt 174 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um neun Unfälle. Diese forderten 58 Verletzte (2013: 36) und neun Tote (12). Im vergangenen Jahr mussten 296 Personen gerettet werden (383). Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 956’000 Euro, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um über 200‘000 Euro entspricht.

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