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Über 260‘000 EinwohnerInnen im Thurgau

Thurgau – Im Jahr 2014 nahm die Bevölkerung im Kanton Thurgau erneut kräftig zu. Mit 1,4 Prozent fiel das Wachstum jedoch etwas geringer aus als in den beiden Vorjahren. Die Einwanderung aus dem Ausland bleibt weiterhin hoch. Zudem wächst die ältere Bevölkerung rasant.

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Ende 2014 wohnten 261‘992 Menschen im Kanton Thurgau. Dies sind gut 3‘700 Personen oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wächst die Bevölkerung noch immer kräftig, aber nicht mehr ganz so stark wie in den beiden Vorjahren (+1,5 Prozent und 1,6 Prozent).

Bevölkerung legt in fast allen Gemeinden zu
Wie in den Vorjahren verzeichnete auch im Jahr 2014 ein Grossteil der Gemeinden eine Bevölkerungszunahme. In 50 der 80 Gemeinden war das Wachstum mit ein Prozent oder mehr deutlich, davon in 30 Gemeinden mit über 2 % sogar recht kräftig. Mit einem Zuwachs von fünf Prozent oder mehr standen Erlen, Lengwil, Thundorf und Wilen an der Spitze. In Personen ausgedrückt stieg die Einwohnerzahl in Kreuzlingen (+486 Personen), Erlen (+217), Frauenfeld (+188) und Kradolf-Schönenberg (+156) am ausgeprägtesten.

Wachstum der ausländischen Wohnbevölkerung bleibt stabil
Erneut nahm die ausländische Wohnbevölkerung deutlich stärker zu als jene mit Schweizer Pass. Im Jahr 2014 fiel die Zunahme mit 3,8 Prozent gleich stark wie im Vorjahr aus und liegt immer noch über dem gesamtschweizerischen Schnitt. Ende 2014 lebten rund 61‘400 Ausländerinnen und Ausländer (ohne Kurzaufenthalter) im Thurgau, 2‘270 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung beträgt 23,4 Prozent und liegt ungefähr im schweizerischen Mittel (2013: 23,8 Prozent).

Zustrom der Deutschen lässt nach
Über 20‘800 Deutsche wohnten Ende 2014 im Thurgau. Sie bilden mit Abstand die grösste Ausländergruppe. Seit Einführung des freien Personenverkehrs (2007) war die Zahl der Deutschen jährlich um über 1‘000 Personen gestiegen. Inzwischen flacht der Zustrom aus Deutschland jedoch ab. Letztes Jahr nahm die Zahl der Deutschen noch um drei Prozent zu, nach 5,3 Prozent im Jahr 2013. Mit einem Plus von über 600 Personen blieben deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger jedoch die Bevölkerungsgruppe, die in absoluten Zahlen am stärksten wächst. Zugenommen hat zudem die Zahl der Staatsangehörigen aus dem Kosovo (+260 Personen), aus Ungarn (+240), Italien (+230), Polen und der Slowakei (je +200).

Auch die Schweizer Bevölkerung wächst nach wie vor
Seit einigen Jahren zählt der Thurgau zu den Kantonen, die am meisten Zuzügerinnen und Zuzüger aus anderen Kantonen anziehen. Auch im Jahr 2014 nahm die Schweizer Wohnbevölkerung mit 1‘460 Personen deutlich zu. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Zuwachs allerdings etwas verlangsamt (von 0,8 auf 0,7 Prozent im Jahr 2014). Mehr Schweizerinnen und Schweizer wohnten Ende 2014 vor allem in den Gemeinden Aadorf, Frauenfeld, Gachnang und Wilen. Neben den Zuzügen tragen auch Einbürgerungen zum Wachstum der Bevölkerung mit Schweizer Pass bei. Der Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) fällt hingegen kaum ins Gewicht.

Ältere Bevölkerung wächst weiter kräftig
Die Personen im Rentenalter sind seit Jahren die Bevölkerungsgruppe, die am schnellsten wächst. 2014 war dies sogar noch etwas deutlicher (+3,2 Prozent) als ein Jahr zuvor (+3,0 Prozent). Gleich kräftig wuchs zuletzt auch die Bevölkerung der 50-bis 64-Jährigen, also jene Gruppe, die demnächst oder spätestens in 15 Jahren das Rentenalter erreicht. Der Zuwachs der älteren Bevölkerung wird hauptsächlich durch «Verschiebung» der Jahrgänge in der Altersstruktur nach oben hervorgerufen. Einwanderung findet in einem jüngeren Alter statt. So wachsen beispielsweise die Jüngeren im Erwerbsalter (20-35-Jährige) klar dank der Zuwanderung aus dem Ausland.

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