/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Unzufriedene Katholiken machen mobil

Kreuzlingen – Der Gesprächsabend der katholischen Pfarreien Kreuzlingen vom 25. Februar 2015 hat zumindest ein Ergebnis gebracht: Kirchbürger, die sich nicht mehr wohl fühlen und um ihre religöse Heimat fürchten, schliessen sich zu einer Dialog-Bewegung zusammen. Sie haben eine Kerngruppe beauftragt die Aktivitäten zu koordinieren.

Alois Jehle, Pfarrer St. Ulrich. (Bild: Thomas Martens)

Alois Jehle, Pfarradministrator St. Ulrich. (Bild: Thomas Martens)

Diese hat folgende Stellungnahme zur Pressekonferenz formuliert:

Es besteht Klärungs- und Handlungsbedarf

Für viele Anwesende verlief der Gesprächsabend vom 25. Februar enttäuschend, die Beantwortung kritischer Fragen, die Analyse des Unbehagens in der Pfarrei – all dies konnte bei der gewählten Organisationsform kaum erfolgen. Ein Dialog war nicht möglich. Die Frustration, dadurch weiter aufgestaut, fand anschliessend in spontanen Gesprächsgruppen ihr Ventil. Bischofsvikar Ruedi Heim war selbst involviert.

Aktuell leben wir in einer gespaltenen Kirchgemeinde. Unruhe und Misstrauen wachsen in einer bisher nicht gekannten Intensität. Mangelnde Transparenz fördert Missverständnisse und Unfrieden. Wir vermissen eine aufgeschlossene und kompetente Seelsorge, die eine grosse Mehrheit der Gläubigen erreicht und ernst nimmt, die niemanden ausgrenzt.
Wir verlangen von der Kirchenvorsteherschaft den Willen zum offenen Gespräch, den Mut sich den Fragen und der Kritik zu stellen. Deshalb werden wir sie zu dieser Diskussion auffordern.

Wer sich der Dialog-Bewegung anschliessen möchte, melde sich bei einem von uns.

Die Kerngruppe:
Ruedi Anderegg, Judith Bachmann, Erich Bätschmann, Urban Büchel, Xaver Dahinden, Bruno Schlauri, Rolf Seger

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