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Wieder keine Punkte nach desaströser Offensivleistung

Handball – Bei den NLB-Männer des HSC Kreuzlingen passt derzeit wenig zusammen. Beim 17:23 (6:8) in Horgen zeigten sie offensiv wiederum eine schwache Leistung, während die Abwehr über weite Strecken gut funktioniert. Erstmals seit dem Aufstieg in die NLB liegen die Thurgauer damit am Tabellenende. (Markus Rutishauser)

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Obschon in der Abstiegszone alles noch sehr dicht gedrängt ist, werden die fünf letzten Runden für die Kreuzlinger allesamt zu Vier-Punkte-Spielen. Mindestens drei der verbleibenden Begegnungen wird der HSCK gewinnen müssen, um aus eigener Kraft die Klasse halten zu können. Dabei trifft man in drei Spielen auf direkte Konkurrenten. Am nächsten Samstag, 18.00 Uhr, empfangen die Kreuzlinger den TV Zofingen in der Egelseehalle.

Nur die Abwehr und  Torhüter auf der Höhe
Wie schon in den Partien zuvor präsentierte sich die Abwehr des HSC Kreuzlingen in  Horgen durchaus auf NLB-Niveau. Man hielt die gefährlichen Zürcher Rückraumschützen wie Sepp Schwander und Mulele Kipili mehrheitlich unter Kontrolle. In einem torarmen Duell stand es nach gut 22 Minuten 5:5 unentschieden, ehe es Horgen in der Schlussphase dieser ersten Halbzeit doch noch gelang, sich auf zwei Treffer zum 8:6-Pausenstand  abzusetzen. Beim HSCK war Torhüter Lukas Buff bis dahin der beste Akteur.

Fast schon typisch für den aktuellen Formstand der Kreuzlinger war der Start in die zweite Halbzeit. Bereits nach 24 Sekunden unterlief Spielmacher Bozidar Nikocevic einer seiner zahlreichen unerklärlichen Ballverluste, was Horgen postwendend zum 9:6 nützte. Dieser Fehlstart war natürlich alles andere als eine Moralspritze für den HSCK, der sich nur knapp drei Minuten später bereits mit 11:7 in Rückstand sah. Fortan hatten die Gastgeber das Geschehen unter Kontrolle. Den Thurgauern fehlten in der Offensive schlichtweg die Mittel, um die kompakte Defensive und den starken Keeper Dominique Anderes unter Druck setzen zu können. Bereits eine Viertelstunde vor Schluss und dem 17:10 waren die Karten verteilt.

Dank vier Treffern in Serie zeichnete Tarik Kasumovic in der Schlussphase hauptverantwortlich dafür, dass die Niederlage des HSCK nicht noch deutlicher ausfiel, nachdem ihn Trainer Alexander Mierzwa zuvor fast 20 Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren liess. Ein Entscheid, der bei den Zürchern mit Erstaunen zur Kenntnis genommen wurde: «Er war heute der klar gefährlichste Kreuzlinger Angreifer, was er zu unserem Glück aber erst ganz zum Schluss zeigen durfte…»

SG Horgen – HSC Kreuzlingen 23:17 (8:6)
Waldegg. – 250 Zuschauer. – Sr. Brianza/Jucker.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Horgen, 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Horgen: Anderes (Kasalo für 1 Penalty); Wernli, Egger (2), Donoso,
Rosano (1), Schild (5/1), Kipili (5), Gretler, Vukadin (1), Santoro (2),
Schwander (4/1), Fongué (2), Karlen (1).
Kreuzlingen:* Buff (ab 31. Glatt); Fülöp (2/2), Petrig, Nikocevic (3),
Briegmann, Heim (3), Fekete (1), Gessler, Stegefelt, Juhasz (1), Kasumovic
(4), Kozak (3).
Penaltystatistik: Horgen 2/3, Kreuzlingen 2/2.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Misteli (verletzt). – Buff hält Penalty
von Schwander (8./2:2).

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