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Zwei extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf

Handball – Dank eines Treffers von Bozidar Nikocevic fünf Sekunden vor Schluss gewann der HSC Kreuzlingen das kapitale NLB-Heimspiel gegen Zofingen mit 24:23 (11:10). Damit bleibt das Team von Interimstrainer Alexander Mierzwa im Rennen um den Ligaerhalt. (Markus Rutishauser)

In einer bis zur letzten Sekunden hart umkämpfen, ultra-spannenden Partie gelang es den Kreuzlingern in den letzten 135 Sekunden noch einen Zweitore-Rückstand wettzumachen. Mit dem Rücken zur Wand bewiesen sie viel Moral und zwangen das Glück schlussendlich sogar noch ganz auf ihre Seite.

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Bozidar Nikocevic, der zuletzt einige Kritik einstecken musste, überwand den Zofinger Schlussmann mit einem herrlichen Wurf aus vollem Lauf aus rund zwölf Metern. Er sicherte dem HSCK mit seinem Treffer den fünften Saisonsieg, den ersten seit über drei Monaten. Starke Leistungen zeigten auch Torhüter Patrick Glatt mit 17 Paraden und der 18-jährige Jonas Heim
mit acht Treffern.

Gleichzeitig ist die geglückte Revanche gegen Zofingen für die 28:35-Auswärtsniederlage eine wichtige Moralspritze für die letzten vier Meisterschaftsrunden. Dort treffen die Thurgauer noch auf Genf (a), Steffisburg (a), Möhlin (h) und Schaffhausen (a). «Mit dem vielleicht etwas glücklichen, aber sicher nicht unverdienten Sieg über Zofingen hat meine Mannschaft gezeigt, dass man sich mit aller Kraft gegen die Relegation stemmen will. Es war ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch in den verbleibenden vier Spielen müssen weitere folgen», so Trainer Alexander Mierzwa nach der Partie.

Start verschlafen
Die Partie begann aus Kreuzlinger Sicht alles andere denn verheissungsvoll. Zofingen legte mit einem Blitzstart in den ersten vier Minuten gleich auf 0:4 vor. Dieser Startschock schien die Gastgeber aber wachzurütteln. Gut fünf Minuten später hatten sie diesen mit vier Treffern in Serie korrigiert. Fortan lieferten sich die beiden Teams ein Duell auf Augenhöhe.

Bei Zofingen lief vieles über den kräftigen Rückraumschützen Armin Sarac, der Ende Oktober letzten Jahres vom NLA-Club Suhr Aarau zum Team von Trainer Fabio Madia gestossen war. Nach gut 20 Minuten gingen die Kreuzlinger erstmals in Führung, ohne sich aber jemals mehr als mit zwei Treffern absetzen zu können.

Dies gelang erst zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Flügel Jonas Heim und Yves Petrig mit Kontern innert 14 Sekunden auf 13:10 erhöhen konnten. Das Auf und Ab beim HSCK ging jedoch weiter. Innerhalb von nur dreieinhalb Minuten kassierte er vier Gegentreffer in Serie zum 13:14 (36.) und sah sich fortan bis zum 18:18 (49.) in Rücklage.

In der Schlussphase lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch, der Zofingen nach drei weiteren Treffern vom 20:19 zum 20:22 gut vier Minuten vor dem Abpfiff klar im Vorteil sah. Gewaltig unter Druck stehen, besannen sich die Kreuzlinger aber endlich wieder einmal ihrer spielerischen Qualitäten. Auch dank drei Toren des erst 18-jährigen Jonas Heim schaffte die Mierzwa-Truppe aber wieder den Ausgleich. Für das Happy End war schliesslich Bozidar Nikocevic besorgt, nachdem Zofingen den Ball zehn Sekunden vor Schluss verloren hatte.

HSC Kreuzlingen – TV Zofingen 24:23 (11:10)

Egelsee. – 231 Zuschauer. – Sr. Kamber/Meili.
Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Glatt (Buff für einen Penalty); Briegmman, Fekete (2), Fülöp
(1), Heim (8), Juhasz, Kasumovic (2), Kozak, Nikocevic (6), Petrig (4),
Stegefelt (1).
Zofingen: Ineichen/ab 51. Schöpfer; Aufdenblatten (5), Fischer, Hert (1),
Ineichen, Moser (1), Nieberg (1), Rey, Sarac (8/4), Schärer, Sieber (1),
Stierli, Strebel (4), Tatarinoff (2).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1/2, Zofingen 4/4.
Bemerkungen: *ohne Misteli (verletzt) und Gessler (Rücktritt).
Nächstes Spiel: Chênois Genf – Kreuzlingen (So, 29. März, 17.00 Uhr).

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