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Bis Mai stehen hier die Parkuhren

Kreuzlingen – Da das Referendum nicht ergriffen wurde, treten die Änderungen in der Kreuzlinger Parkplatzbewirtschaftung nun in Kraft. Aus den blauen Zonen in Grenznähe werden120 neue gebührenpflichtige Kurzzeitparkfelder.

Stadtrat David Blatter (l.) und Albert Schuler, Leiter der Stadtpolizei, stellten das angepasste Parkierungsreglement vor. (Bild: zvg)

Stadtrat David Blatter (l.) und Albert Schuler, Leiter der Stadtpolizei, stellten das angepasste Parkierungsreglement vor. (Bild: zvg)

Im Januar hiess der Gemeinderat die Teilrevision des Parkierungsreglements mit 25 zu zehn Stimmen bei drei Enthaltungen gut. Diese sieht die Einführung von gebührenpflichtigen Parkplätzen in Grenznähe und beim Schwimmbad Hörnli vor. Einkaufstouristen soll damit die Lust vergehen, ihren Wagen für die Einkaufstour in Konstanz auf Kreuzlinger Gemarkung zu parkieren. Stadtrat David Blatter erläuterte anlässlich einer Pressekonferenz Änderungen, die nachträglich hinzugefügt wurden.

«Statt bis 21 Uhr sind die Parkplätze in Grenznähe bis 20 Uhr gebührenpflichtig», erklärte der Chef des Departements Dienste. Schliesslich hätten die Läden in Konstanz auch nur solange offen. «Und wir sparen Personalkosten», so Blatter. Diese Regelung beinhaltet auch die Langzeitparkplätze auf Klein Venedig. Hier wurde die Gebühr auf eineinhalb auf zwei Franken angehoben.

Parkscheibe ade: An 365 Tagen im Jahr kostet Parkieren hier zukünftig zwei Franken die Stunde. (Bild: ek)

Parkscheibe ade: An 365 Tagen im Jahr kostet Parkieren hier zukünftig zwei Franken die Stunde. (Bild: ek)

Zwei Franken die Stunde
Die Kurzzeitparkplätze kosten ebenfalls zwei Franken die Stunde, an 365 Tagen im Jahr. Die maximale Parkdauer beträgt eineinhalb Stunden, die erste halbe Stunde ist gratis. 160 dieser Parkfelder gibt es dann gesamthaft in Grenznähe. Die Kreuzlinger Firma IPG Keller installiert zu ihrer Bewirtschaftung 29 Parkuhren. Um die bestehenden rund 40 Parkfelder in Wiesen- und Zollstrasse, bis anhin Langzeitparkplätze, in  Kurzzeitparkflächen umzuwandeln, müssen die existierenden Parkuhren umprogrammiert werden. «Wir rechnen mit Fertigstellung auf Anfang Mai», so Blatter.

Anwohner dürfen mit ihrer Anwohnerparkkarte auf den gebührenpflichtigen Feldern parkieren.
Auf den restlichen gebührenpflichtigen Parkierungsanlagen im Kreuzlinger Stadtgebiet – unter anderem auf den Langzeitparkplätzen auf dem Bärenplatz – muss nur bis 18 Uhr gezahlt werden. «Hier haben wir nichts geändert, um die ohnehin schwierige Situation des Gewerbes nicht noch weiter zu verschlimmern», erläuterte Blatter die Entscheidung des Stadtrates.
Auf dem Parkplatz hinter der ehemaligen Migros, obwohl auch in Grenznähe, ändert sich nichts, da hier Private und nicht die Stadt Gebühren kassieren. Die Langzeitparkplätze dort kosten weiterhin 1,50 Franken pro Stunde.

Hörnli kostet erst ab 2016
Erst im 2016 kann dagegen vor dem Schwimmbad Hörnli mit der Bewirtschaftung der Parkplätze begonnen werden. Der Grund: Die Wiese muss saniert werden, um den rechtlichen Zustand eines Parkplatzes zu erhalten. Die Arbeiten können jedoch nicht mehr vor der Saison in Angriff genommen werden. Wie die Bewirtschaftung dann im Detail aussehen soll, darüber entscheidet der Stadtrat zusammen mit den Verantwortlichen der Genossenschaft erst noch. Zu besprechen ist unter anderem, wie die Rückvergütung von Parktickets für Hörnli-Besucher ausfallen und mit welchem System diese erfasst werden könnte.

Parkhaus ist auf dem Weg
Ein kurzes Update zum Stand der Dinge gab’s dann am Ende noch fürs geplante Parkhaus auf Klein Venedig. «Der Baurechtsentscheid wird derzeit vorbereitet», teilte Stadtrat Blatter mit.

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2 thoughts on “Bis Mai stehen hier die Parkuhren

  1. Bruno Neidhart

    Mit diesem „vermeintlichen Trick“ erreicht Herr Blatter nichts: Das Einkaufen im regionalen Zentrum Konstanz hat ganz andere Ursachen. Diese sind bekannt und liegen u.a. beim interessanten Stadtambiente und werden derzeit zusätzlich beeinflusst durch den Einkaufs-Mehrwert. Letzterer schwank bekanntlich und ist von Bern aus durch eine Währungsmanipulation (SNB) gewollt hausgemacht. Auf nicht absehbare Zeit übrigens. Bleibt zu fragen: Animiert die neue Regelung einen Eurobesitzer zum Parken und Einkaufen in einem der letzten grenznahen CH-Läden? Im ehemals erfolgreichen Migrosladen an der Grenze war das Parken sogar gratis!

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  2. Alexander Salzmann, Gemeinderat FDP

    Ich hatte damals in der Januar-Sitzung des Gemeinderats die Bewirtschaftungspflicht bis 21 Uhr im ganzen Stadtgebiet als Schikane bezeichnet und angeregt, dass die zeitliche Erweiterung nur in der Grenznähe zu Konstanz gelten sollte. Ich bedanke mich hiermit beim Stadtrat, dass er meiner diesbezüglichen Bitte nachgekommen ist.

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