/// Rubrik: Kultur

Viel Kunst, kein Kommerz

Kreuzlingen – Am Karfreitag, 3. April, findet um 21 Uhr im Horst-Klub in Kreuzlingen an der Kirchstrasse 1 unter dem Titel «Gegenüberstellung Nr. 2» ein Filmabend der besonderen Art statt. Gezeigt wird zeitgenössische Videokunst, der Eintritt ist frei. (Sandra Schulze)

Standbild aus dem Kurzfilm "Oiseaux" vom Schweizer Künstler Augustin Rebetez. (Bild: zvg)

Standbild aus dem Kurzfilm «Oiseaux» vom Schweizer Künstler Augustin Rebetez. (Bild: zvg)

Gezeigt werden Kurzfilme von jungen Künstlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit der Kunstaktionsreihe «Gegenüberstellung» präsentiert Künstlerin und Organisatorin Stefanie Scheurell die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst fernab von Kommerz und Diktat. Die Werke stammen von international tätigen und mehrfach ausgezeichneten Künstlern wie Johanna Wagner, Augustin Rebetez, Lena Maria Thüring und Scheurell selbst. Der Abend wird eine Fülle grotesker, witziger und düsterer Filmmomente beinhalten. Gastgeber wird der Kreuzlinger Horst Klub sein, der sich seit seiner Eröffnung im Oktober 2014 zum alternativen Kultlokal  entwickelt hat. Nach Horst-Manier dürfen auch bei dieser Veranstaltung weder die obligatorische Band, noch günstiges Bier oder loungige Lavalampen-Atmosphäre fehlen.

Eröffnet wird der Abend mit dem Musikvideo «Kunstscheisse» der Wiener Band «Christoph & Lollo». Der Schweizer Künstler Augustin Rebetez zeigt in seinem Stop-Motion-Film «Oiseaux» eine trickreiche Filmwelt, in der Musikinstrumente Zähne haben und schwarz vermummte Gestalten in Schubladen und Staubsaugern verschwinden. Im Video «Strings» von Lena Maria Thüring erzählen Hände und ihre Bewegungen, gekoppelt mit der Stimme des Erzählers, von einer Adoleszenz in einer vom Krieg gebeutelten Gesellschaft. Das Zweikanalvideo «Honig für Drakula» von Johanna Wagner liefert eine konfuse Narration mit dem Ziel der Realitätserweiterung. Scheurell wird zwei unterschiedliche Facetten ihrer Kunst beleuchten. Die geisterhaften Figuren in Jan Ken Pon stehen der sehr präsenten Ruth gegenüber.

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