/// Rubrik: Leserbriefe

Die Gretchenfrage: Betriebswirtschafter oder Lehrer?

Leserbrief – Die Gretchenfrage im Zusammenhang mit der Wahl eines neuen Schulpräsidenten ist die Folgende: soll der Schulpräsident eher aus der betriebswirtschaftlichen oder der pädagogischen «Ecke» stammen. Diese Frage müsste jeder für sich selber beantworten. (Patrik Hugelshofer, Bottighofen)

Die Kreuzlinger Schulen sind aufgrund der grossen Anzahl Mitarbeiter, der grossen Budgets, der vielseitigen Aufgaben und dem «jonglieren» diverser Anspruchsgruppen mit einem KMU-Betrieb vergleichbar. Ich kann meine Präferenz deshalb klar aussprechen: ich bevorzuge ein/e Kandidat/in mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund. Michael Stahl ist Betriebswirt. Aber nicht nur das. Er war auch einmal Sekundarschullehrer. Michael Stahl ist der Kandidat bei welchem sich die Gretchenfrage also nicht wirklich stellt. Ersparen Sie sich die Beantwortung der Gretchenfrage und wählen Sie am 26. April 2015 Michael Stahl.

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5 thoughts on “Die Gretchenfrage: Betriebswirtschafter oder Lehrer?

  1. schiesser

    Es ist ein bisschen, nur ein ganz kleines bisschen widersprüchlich, erst eine Frage zu stellen, die gar zur entscheidenden Frage gemacht wird – und dann am Schluss zu sagen: „Ersparen Sie sich die Beantwortung“. Ja wozu wird denn dann erst gefragt? Damit sich die Wählenden die Frage von Leserbriefschreiber Patrick Hugelshofer beantworten lassen und nicht mehr selbst nachdenken? Das kann’s ja wohl nicht sein. Dazu noch: Ein Betriebswirtschafter, der den Betrieb nicht kennt, wird sich erst einmal gründlich in die Materie einarbeiten müssen. Zumindest hofft man das. Für Betriebswirtschafter gilt das unabhängig davon, ob der zu leitende „Betrieb“ Teigwaren herstellt oder Schüler ausbildet. Umgekehrt hat ein Schulleiter wohl viel Ahnung von Schulorganisation, Lehren und Lernen, aber er wird sich eben in den betriebswirtschaftlichen Teil der Arbeit eines Schulpräsidenten einarbeiten müssen (mit Hilfe des Schulpflegers sollte das zu schaffen sein). Nun wird man sich halt überlegen müssen, ob man einen wählen will, der viel von Zahlen, aber wenig(er) von Schule versteht oder einen, bei dem das umgekehrt ist.

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    1. Bruno Neidhart

      Es geht nicht um „Teigwaren“. Die Frage, die zu entscheiden ist, lautet hier simpel: Bereits viel „Insiderumgang“ oder – alternativ – „ganz schön anders und frisch“?

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  2. Marazzi Indira

    Es ist nicht so, dass Michael Stahl nichts von der Schule versteht. Immerhin hat er ursprünglich selbst als Lehrer gearbeitet. Der Pluspunkt bei Michael Stahl ist einfach der, dass er zu seinen schulischen Erfahrungen auch die nötigen Betriebswirtschaftskenntnisse besitzt. Somit kann er beide Bereiche sehr gut abdecken.

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    1. Alexander Salzmann, Gemeinderat FDP

      …. und Michael Stahl ist bereits Mitglied der Schulbehörde und kennt „den Betrieb“ sehr wohl. Tja, Herr Schiesser, alle Argumente sind nun somit widerlegt :). Freue mich auf weitere Argumente Ihrerseits.

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      1. schiesser

        Da ich keine Wahlempfehlung abgegeben habe, sondern nur anmerkte, dass jeder der beiden Kandidaten in einem Gebiet mehr Kenntnisse hat und sich im anderen Teil seiner künftigen Tätigkeit wird einarbeiten müssen, sehe ich das „Problem“ der angeblich widerlegten Argumente nicht. Allerdings halte ich daran fest, dass ein Schulleiter andere Erfahrungen mit der Schule, dem Lehren und Lernen gemacht hat, als ein Lehrer ohne Leitungsfunktion. Dafür hat selbstverständlich ein Mitglied der Schulbehörde Kenntnisse, die der Schulleiter nicht hat. Zudem halte ich daran fest, dass es merkwürdig anmutet, wenn etwas erst zur „Gretchenfrage“ („sag, Heinrich, wie hältst du’s mit der Religion“) hochstilisiert wird, um dann zu folgern „ersparen Sie sich die Beantwortung“. Zumal jeder/jede, die wählt, ja eine Entscheidung treffen muss – es sei denn, sie/er lässt die Frage von anderen beantworten – eben beispielsweise von Herrn Hugelshofer. Übrigens ist es ja (hoffentlich) keine Überraschung, dass FDP- Exponenten den offiziellen FDP-Kandidaten unterstützen, wie das Herr Salzmann und Frau Marazzi tun. Und für Herrn Neidhart: Nix gegen „ganz schön frisch und anders“. Nur haben ja hier Herr Salzmann und Frau Marazzi eben gerade betont, dass der Kandidat beides nicht sei, sondern ehemaliger Lehrer und bisheriges Behördenmitglied. Also auch Insider – allerdings aus einer anderen „Insiderecke“.

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