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Auf den Auswärtssieg folgt der Showdown

Handball - Dank einer klaren Leistungssteigerung in der Abwehr holten sich die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen beim 25:22 (12:15) in Steffisburg die zwei dringend benötigten Punkte. Damit kommt es diesen Mittwoch, 20.30 Uhr, am zweitletzten Spielzeit in eigener Halle zum «Abstiegsknüller» gegen den TV Möhlin.

Gelingt den Kreuzlinger Handballern der Klassenerhalt? (Archivbild: Gaccioli)

Gelingt den Kreuzlinger Handballern der Klassenerhalt? (Archivbild: Gaccioli)

Nicht viele hatten den Kreuzlingern nach der bitteren 23:33-Niederlage in Genf beim Tabellensiebten am Thunersee eine solche Leistungssteigerung zugetraut. Aber das Team von Interimstrainer Alexander Mierzwa bewies viel Moral und liess sich auch durch einen Viertore-Rückstand kurz vor der Pause nicht entmutigen. Dabei kamen die engen Verhältnisse – Aufsteiger Steffisburg darf nur mit einer Sondergenehmigung für diese Saison in der  Musterturnhalle spielen – dem Flügelspiel des HSCK alles andere als entgegen. Die jungen grossgewachsenen Berner, welche sich in ihrem ersten NLB-Jahr unter Trainer Remo Badertscher gleich im Mittelfeld etablieren konnten, hatten damit erwartungsgemäss weniger Probleme. Nach einer ausgeglichenen Startviertelstunde (7:7) unterliefen den Kreuzlingern dann einige Fehler zuviel, was Steffisburg unter der Führung des 2,02 Meter grossen Junioren-Nationalspielers Lenny Rubin dazu nützte, sich bis zur Pause auf 15:11 abzusetzen. Drei Sekunden vor der Sirene konnte Bozidar Nikocevic den Rückstand auf drei Treffer verkürzen. Es sollte der einzige erfolgreiche Wurf des Kreuzlinger Topskorers bleiben!

Nur sieben Gegentore in der 2. Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Ostschweizer insbesondere defensiv massiv verbessert. Sie schienen sich nun deutlich besser auf das druckvolle Berner Angriffsspiel einstellen zu können. Mit einer konsequenten und physisch stabilen Abwehrarbeit kaufte der HSCK den Gastgebern den Schneid ab. Den «jungen Wilden» gelang bis zum 18:18-Ausgleich durch einen Doppelpack von Tarik Kasumovic in den ersten elf Minuten der 2. Halbzeit nurmehr zwei Treffer gelangen. In der Folge bewegten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, wobei beide in Überzahl sündigten. Als Routinier Gabor Fülöp die Thurgauer neun Minuten vor Schluss mit seinem 22:23 erst zum zweiten Mal nach dem 5:6 (10.) in Führung schoss, wackelte der Favorit. Und von diesem «Schock» erholten sich die jungen Berner nicht mehr. Weil sich auch Kreuzlingens Keeper Patrick Glatt in der Schlussphase markant zu steigern wusste, gelang dem Gastgeber in den letzten zehn Minuten kein einziger Treffer mehr. Der HSCK erkämpfte sich so zwei extrem wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Showdown am Mittwoch
Mit dem Auswärtssieg in Steffisburg hat sich der HSC Kreuzlingen die Chance auf den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse am Leben erhalten. Vor den letzten beiden Spieltagen vom Mittwoch und Samstag beträgt der Rückstand auf den rettenden zwölften Tabellenplatz «nur» noch ein Punkt. Und mit dem TV Möhlin empfangen die Thurgauer am Mittwoch in der heimischen Egelseehalle exakt jenen Club, der diesen Rang über dem Strich belegt. Die  Aargauer stehen nach dem 27:32 vom Mittwoch gegen Genf ebenso mit dem Rücken zur Wand und werden in Kreuzlingen alles versuchen, ihre Auswärtsbilanz von nur einem Sieg in zwölf Spielen zu verbessern. Für diesen Showdown im NLB-Abstiegskampf erhofft sich der HSC Kreuzlingen einen Grossaufmarsch der Thurgauer Handballfans. Die Partie wird um 20.30 Uhr in der Sporthalle Egelsee angepfiffen.

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