/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Frau und Mann im Dichterwettstreit

Münsterlingen – Ein Poetry Slam eröffnet am 23. April,19.30 Uhr, die Kultursaison 2015 in der psychiatrischen Klinik Münsterlingen.

Hazel Brunner. (Bild: zvg)

Hazel Brunner. (Bild: zvg)

Lars Ruppel und Hazel Brugger stehen dann gemeinsam auf der Bühne im GZ Saal. Er ist mehrfacher Deutscher Slammeister, sie Schweizer Meisterin 2013. Sie ist 20 Jahre alt und studiert Philosopie, er ist 30 Jahre alt und seit zehn Jahren Vollzeitslammer.

Als «Die böseste Frau der Schweiz» bezeichnete sie der «Tages-Anzeiger» in einem Beitrag. Seither wird es nicht mehr still um die Frau mit dem speziellen Vornamen – von der NZZ, über die annabelle bis zur Coop-Zeitung erscheinen Interviews Land auf Land ab, bei «Giaccobo/ Müller» ist sie regelmässig zu Gast.

Meisterin des morbiden Humors
Ihrem Vornamen, laut eigenen Angaben leider kein Künstlername, widmet die Tochter einer Deutschen und eines Schweizers eine eigene Performance. Die Meisterin des morbiden Humors hat nicht nur eine scharfe Zunge, sondern auch ein grosses Herz.

Lars Ruppel ist einer der bekanntesten Vertreter des Poetry-Slams in Deutschland und Autor des Buches «Holger die Waldfee». Seit Jahren hat er sich ganz der Szene verschrieben. Mit seinem Projekt «Weckworte» schafft Ruppel mit Hilfe von Poesie einen emotionalen Zugang zu Demenzkranken und arbeitet mit Betroffenen wie auch mit den Betreuenden. Die Anerkennung in Fachkreisen für diese Tätigkeit ist gross.

Im Anschluss an den Slam Abend leitet Bernhard Grimmer, Therapeutischer Bereichsleiter Psychotherapie, das Nach(t)gespäch mit Hazel Brugger und Lars Ruppel. Er wird versuchen gemeinsam mit den Künstlern etwas hinter die Bühne schauen zu können. Was hat es auf sich mit diesem eigenwilligen Blick auf die Welt? Sind sie scharf an der Grenze des Geschmacks oder ist das grenzüberschreitende Poesie?

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