/// Rubrik: Leserbriefe

Raubbau an unserer Lebensgrundlage?

Leserbrief – Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und offiziell: Die Staatskanzlei hat die statistischen Daten 2014 zur Thurgauer Landwirtschaft veröffentlicht und schreibt wörtlich: «Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Kanton Thurgau ist in den letzten zehn Jahren um 1753 Hektaren zurückgegangen.» (Toni Kappeler, Präsident Pro Natura Thurgau)

In früheren Jahren verlor die Landwirtschaft «nur» einen Quadratkilometer pro Jahr – jetzt sind es also 1,7 Quadratkilometer. Oder Jahr für Jahr die Fläche von acht Bauernhöfen. Wir verlieren durch Bautätigkeit auf der grünen Wiese unsere Lebensgrundlage Kulturland in atemberaubendem Tempo. So kann es nicht weiter gehen, sind sich Bauern und wir Naturschützer einig. Deshalb die Thurgauer Kulturlandinitiativen «Ja zu einer intakten Thurgauer Kulturlandschaft». Mit diesen Initiativen kann die fortschreitende Zersiedlung endlich gestoppt werden.  Was leider mit der Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes nicht zutrifft. Nach Genehmigung des angepassten Thurgauer Richtplans durch den Bund  – 2017? – kann weiter eingezont werden; die dafür vorgesehenen Flächen werden «Siedlungserweiterungsgebiete» heissen. Ohne unsere Kulturlandinitiativen würde es also – wenn auch geordneter – weiter gehen wir bisher. Weitere Infos zu den Initiativen und zur gegenwärtigen Unterschriftensammlung finden Sie unter www.kulturlandinitiativen.ch. Die Biobauern, aber auch zahlreiche vorausschauende Bauern mit konventionellen Betrieben, fünf Parteien und die Umweltverbände danken für Ihre Unterstützung!

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