/// Rubrik: Leserbriefe

Gartenstadt und Verdichtung

Leserbrief – Kreuzlingen war bis vor kurzem als Gartenstadt bekannt und wurde deshalb als Wohnort geliebt. Der heutige Mangel an Bauland und Neuzuzüger erhöhen den Druck auf die noch vorhandenen Grünflächen und nicht überbauten Grundstücke. Ein Konflikt welcher leider vielfach zu Lasten der Grünflächen ausgetragen wird. (Christian Winterhalter, Gemeinderat SP/Juso/Gew.)

(Bild: pixelio)

(Bild: pixelio)

Kreuzlingen besitzt noch auf Jahre ungenutztes Bauland. Schlecht genutzte Parzellen sollen und müssen mit sinnvollen und intelligenten Projekten verdichtet werden, jedoch nicht zu Lasten der Grünflächen. Die SP-Fraktion beobachtet das bauliche Geschehen in Kreuzlingen aufmerksam und konstatiert mit Sorge den Verlust von Grünflächen und schlechten baulichen Beispielen von Verdichtung.

Als Bespiel der Bellevue-Park. Es wurde jahrelang um eine Restfläche des ehemaligen stattlichen Parks gekämpft und schlussendlich ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Er wurde von einem namhaften Büro gewonnen. Was dann gebaut wurde entspricht leider kaum den Erwartungen an gute Architektur und Ersatz von verlorengegangen Grünflächen. Ein Beispiel, wie auch ein Wettbewerb in seiner baulichen Umsetzung notwendigerweise nicht zu hoher baulicher Qualität führen muss.

Auch an der Rosgartenstrasse wurde «verdichtet». Ein äusserst schlechtes Beispiel, wie mit Verdichtung eine schöne Nachbarsliegenschaft völlig entwertet werden kann.

Die SP-Fraktion versucht in den entsprechenden Kommissionen (z. Beispiel WBU) Einfluss auf die Gestaltung von Projekte zu nehmen, in Kreuzlingen Verdichtung zu fördern ohne jedoch den Verlust von Grünflächen hinzunehmen.

Share Button

2 thoughts on “Gartenstadt und Verdichtung

  1. Ruedi Anderegg

    Lieber Christian!
    Im Falle des Bellevue- Parks widersprichst Du Dir selbst. Der Park war von Anbeginn der baulichen Nutzung für ein wohnen im Park vorgesehen! So haben wir auch unsere Wohnungen erworben. Man kann nun nicht einfach später eine Verdichtung vorsehen, das verstieße ja gegen Treu und Glauben un gegen den Gestaltungsplan . Uns ist es im Park wohl. Über die Form der Perlengebäude kann man geteilter Meinung sein – immerhin müssen wir uns nicht von den Nachbarn in den Teller schauen lassen.
    Ruedi Anderegg

    Antworten
  2. Bruno Neidhart

    „Verdichtung, ohne den Verlust von Grünflächen hinzunehmen“ gibt es planerisch grundsätzlich (noch?) nicht!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.