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SVP verliert zwei Sitze

Kreuzlingen – Die Karten im Kreuzlinger Gemeinderat wurden für die Legislaturperiode 2015-2019 neu verteilt. Mit zehn Sitzen sind die Sozialdemokraten neu am stärksten vertreten. Auch die FDP überholt die SVP und hat neu neun Sitze.

Stadtschreiber Thomas Niederberger verkündet das Ergebnis. (Bild: sb)

Stadtschreiber Thomas Niederberger verkündet das Ergebnis. (Bild: sb)

Wahlverliererin ist in Kreuzlingen die SVP. Nach dem Verlust von zwei Sitzen stellt die Schweizerische Volkspartei mit acht Sitzen nunmehr nur die drittstärkste Kraft im Kreuzlinger Stadtparlament. Personell muss sie die Abwahl von Daniel Lauber, dem Präsidenten der Einbürgerungskommission, und dem langjährigen Gemeinderat Daniel Müller verkraften. Verstärkung erhält die Fraktion neu durch Judith Ricklin.

Kreuzlingen wählt links
Jubel gab es dafür bei den Linken. Die SP ist Stimmenkönigin (25’101 Stimmen) und konnte um einen Sitz auf zehn zulegen. Neu im Stadtparlament sitzen Osman Dogru und Hanns Wipf. Das macht die Sozialdemokraten damit zur stärksten Partei. Wie stark der Rückhalt der SP beim Kreuzlinger Stimmvolk ist, lässt sich vielleicht am ehesten an folgendem Fakt ablesen: Selbst Heinz Lanz – er erhielt die wenigsten Stimmen bei den Genossen, 899 – hätte bei EVP, CVP und der Freien Liste mit seinem Ergebnis den Einzug ins Stadtparlament geschafft.

Für Michael Stahl hatte es bei den Schulpräsidiumswahlen nicht gelangt. Grund zur Freude hatten er und seine Frau trotzdem: Mit 1171 Stimmen erzielte er das drittbeste Ergebnis auf der Liste der FDP un politisiert so künftig im Gemeinderat.

Für Michael Stahl hatte es bei den Schulpräsidiumswahlen nicht gelangt. Grund zur Freude hatten er und seine Frau trotzdem: Mit 1171 Stimmen erzielte er das drittbeste Ergebnis auf der Liste der FDP und politisiert so künftig im Gemeinderat.

Jäggi und Stahl im Stadtparlament
Freude herrschte auch bei der FDP. Barbara Jäggi, die im vergangenen Jahr für den Stadtrat kandidierte und auch  Schulpräsidentschaftskandidat Michael Stahl sitzen neu in ihren Reihen. FDP-Bezirksparteipräsident Alexander Salzmann darf nicht mehr im Gemeinderat politisieren: 941 Stimmen reichten knapp nicht aus. Ihn überholte Rainer Keller, Quartiervereinspräsident von Egelshofen, mit 983 Stimmen.

Den bitteren Verlust eines Sitzes muss die CVP hinnehmen. Walter Schmid verpasste die Wiederwahl ebenso wie José Antonio Pesquera. Neu im Gemeinderat ist Roman Surber mit 642 Stimmen.

Keinen Sitz zulegen vermochte die Freie Liste. Hier wurde Urs Wolfender in den Gemeinderat gewählt. Monika Bäriswyl hingegen versagte das Stimmvolk den Wiederauftrag.

Fraktionsgemeinschaft FDP/EVP bleibt bestehen
Nur bei Christian Forster mit seiner Rägebogä-Krüzlinge-Partei und der EVP bleibt alles beim alten. Auch in der kommenden Legislaturperiode belegt die EVP mit Thomas Leuch, André Troll und Yvonne Kramer drei Sitze. Wie FDP/EVP-Fraktionspräsident Christian Brändli mitteilte, soll die Fraktionsgemeindeschaft zwischen der FDP und der EVP auch in Zukunft bestehen bleiben.

Die Stimmbeteiligung betrug rund 34 Prozent.

Für die kommende Legislaturperiode ergibt sich folgende Sitzverteilung:

  • 8 SVP (-2)
  • 10 SP/GEW (+1)
  • 9 FDP (+2)
  • 5 CVP (-1)
  • 4 Freie Liste (unverändert)
  • 3 EVP (unverändert)
  • 1 Rägebogä/CF (unverändert)
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One thought on “SVP verliert zwei Sitze

  1. Alexander Salzmann

    Werte Wählerinnen und Wähler

    Ich freue mich für meine Partei, der FDP! Dies ist ein fulminanter Wahlsieg mit zwei zusätzlichen Sitzen! Somit wird die kommende FDP/EVP-Fraktion die grösste Fraktion im Gemeinderat sein. Die Stadt wird damit ein Stück liberaler und das ist grossartig! Leider hat es für meine Wiederwahl nicht gereicht, so dass ich in der kommenden Legislaturperiode dieser grossartigen Fraktion nicht angehören werde. Ich bedanke mich bei meinen Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen gegeben haben und bin überzeugt, dass mit den neuen FDP-Gemeinderäten Michael Stahl, Barbara Jäggi und Rainer Keller die FDP eine hervorragende, liberale Arbeit im Gemeinderat leisten wird.

    Mit liberalen Grüssen
    Alexander Salzmann

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