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JUSO Thurgau verleiht «Goldene Augenbinde»

Frauenfeld – Am Samstag, 9. Mai, haben die Thurgauer JungsozialistInnen ihre Lernendenkampagne mit der Verleihung der Goldenen Augenbinde an das Thurgauer Berufsbildungsamt gestartet. Damit wollen sie die Situation von Lernenden verbessern.

Als Berufsleute bekleidet und mit Putzzeug ausgestattet wurden berufsfremde Arbeiten dargestellt. (Bild: zvg)

Als Berufsleute bekleidet und mit Putzzeug ausgestattet wurden berufsfremde Arbeiten dargestellt. (Bild: zvg)

Vor zehn Jahren trat das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft. Es hat die Aufgabe, die jüngsten Berufsleute zu schützen. Doch viele Betriebe missachten diese Rechte. So müssen zahlreiche Lernende berufsfremde Arbeiten ausführen und unbezahlte Überstunden leisten. Hier setzt die neue Kampagne der JUSO Schweiz an. Mit einer Petition und Aktionen wie jener vom vergangenen Samstag wollen sie den Lernenden zu ihren Rechten verhelfen.

Eine zentrale Forderung ist jene, dass die Berufsbildungsämter in Zukunft mit Vertretern von Staat, Gewerkschaften und demokratisch gewählten Lernenden besetzt sind. Mit unangekündigten Kontrollen wird verhindert, dass Lernende nach einer allfälligen Meldung im Betrieb unter Druck kommen. Die Jungsozialistinnen Thurgau verliehen dem Lehrlingsamt den die «Goldene Augenbinde», für konsequentes Wegsehen, als Aufforderung genauer hinzuschauen. Bei der begleitenden Aktion wurden sie von Genossen und Genossinnen aus St. Gallen unterstützt. Als Berufsleute bekleidet und mit Putzzeug ausgestattet wurden berufsfremde Arbeiten dargestellt.

Daneben fordert die JUSO demokratische Mitsprache in Lehrbetrieben, einen Mindestlohn in der Lehre und ein Recht auf eine Anschlusslösung nach der Lehre. Davon versprechen sie sich die JungsozialistInnen eine Stärkung der Berufslehre.

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