/// Rubrik: Region

Neuanlauf für Synagogen-Neubau

Konstanz – Das städtische Anwesen «Sigismundstrasse 8» wird laut Ratsbeschluss vom 19. Mai auf die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRG) Baden übertragen. An die Eigentumsübertragung sind mehrere Voraussetzungen geknüpft, die bis zum 31. Dezember 2015 zu erfüllen sind.

Davidsstern. (Bild: Olga Meier, pixelio.de)

Davidsstern. (Bild: Olga Meier, pixelio.de)

Der Rat beschloss in seiner Sitzung am 19. Mai 2015 das Eigentum am städtischen Anwesen «Sigismundstrasse 8» auf die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRG) Baden zu übertragen. Voraussetzung für die Eigentumsübertragung ist, dass die Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg (Amt für Denkmalschutz) und der IRG Baden wegen der auf dem Baugrundstück vorab notwendigen archäologischen Grabungen verbindlich geschlossen und mit den Grabungen tatsächlich begonnen wird. Bedingung ist weiterhin, dass die rechtskräftige Baugenehmigung (einschliesslich Baufreigabe) für die letztlich zur Realisierung kommende und mit der Stadt vorab abgestimmte Planung einer Synagoge mit Gemeindezentrum an diesem Standort vorliegt. Im Kaufvertrag wird eine Baupflichtfrist von 24 Monaten nach Abschluss der archäologischen Grabungen vereinbart.

Sind die Kaufvertragsbedingungen mit Ablauf des 31. Dezember 2015 nicht erfüllt, soll das Anwesen zum Bau eines Wohn-/Geschäftshauses verkauft werden. Geplanter Standort der neuen Synagoge ist die «Sigismundstrasse 8» in der historischen Altstadt, nur wenige Meter von der im Zuge der Reichspogrome 1938 zerstörten Synagoge entfernt. Die Stadt Konstanz überlässt der IRG Baden das Areal ohne finanzielle Gegenleistung. Die neue Synagoge mit Gemeindezentrum soll als «offenes Haus» künftig Heimat für die gesamte jüdische Gemeinschaft in Konstanz und Umgebung sein.

Bereits seit über zehn Jahren hat die Stadt Konstanz das Grundstück am Standort

Davidsstern. (Bild: Olga Meier, pixelio.de)

Davidsstern. (Bild: Olga Meier, pixelio.de)

Sigismundstrasse 8 mit grosser Zustimmung des Gemeinderates für den Bau einer Synagoge reserviert. Zu einer Realisierung ist es bislang jedoch nicht gekommen.

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