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Er hinterlässt gute Finanzen

Kreuzlingen – Am Donnerstag hielt Schulpräsident Jürg Schenkel seine letzte Pressekonferenz ab. Zur Steuersenkung hatte es kurz vor Schluss nicht mehr gelangt. Diese wird aber bereits im Budgetprozess fürs kommende Jahr geprüft. Denn der Präsident übergibt seinem Nachfolger gute Finanzen.

Hat die Finanzen der Schule immer gut im Griff gehabt: Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: sb)

Hat die Finanzen der Schule immer gut im Griff gehabt: Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: sb)

Zwei Mal Millionenüberschüsse, so präsentieren sich die Rechnungen 2014 von Primar- und Sekundarschule Kreuzlingen. Die Gewinne stecken beide Körperschaften in Vorfinanzierungen für kommende Projekte, 850’000 Franken für den Neubau des Kindergartens Weinburg, 1,5 Millionen Franken für die Sanierung des Schwimmbads Egelsee. Der Neubau Weinburg ist damit – 500’000 Franken befanden sich schon im Kässeli – in trockenen Tüchern. Der Rest wird dem Eigenkapital zugewiesen.

Ein bis zwei Prozent nachhaltig
Eine Steuersenkung werde fürs Budget 2016 geprüft und sei dank guter finanzieller Lage um ein bis zwei Prozentpunkte denkbar, teilte Schulpräsident Jürg Schenkel mit. Ein Steuerprozent entspricht rund 0,5 Mio. Franken bei der Primarschule, rund 0,6 Mio. Franken bei der Sekundarschule. Steuern auf Vorrat einnehmen sei kein erstrebenswertes Ziel, auch wenn die nicht vorhersehbare wirtschaftliche Entwicklung wie ein Damoklesschwert über den Köpfen schwebe. «Es benötigt einen Bremsweg von drei Jahren vom Erkennen der Situation bis zur Reaktion», warnte Schenkel mit Hinweis auf schlechtere Zeiten, die da kommen mögen.
Mit Freude stellte er fest, dass das Eigenkapital von Primar- und Sekundarschule auf einer gesunden finanziellen Basis stehe. Sollte die Rechnung dereinst negativ ausfallen, wäre auch das zu verkraften. Finanzchefin Susanne Burgmer nannte die sich in Prüfung befindende Steuersenkung «nachhaltig».

Susanne_Burgmer_2Schulgebäude in Schuss
Auch sonst hinterlässt Jürg Schenkel ein gut geführtes Haus. Primar- und Sekundarschulgemeinde haben im 2014 drei Millionen Franken in Gebäude investiert, etwa in die Sanierung der Turnhalle Egelsee oder der Mehrzweckturnhalle Bernegg. 1,1 Mio. Franken wurden in den laufenden Unterhalt von Schulgebäuden  gesteckt.

Ausgaben in Millionenhöhe werden aber wegen des Schwimmbads Egelsee auf die Schule zukommen. Rund 300’000 Franken kostet beide Schulgemeinden allein der jährliche Betrieb. Die Sanierung des Bades wird allerdings unter dem neuen Schulpräsidenten René Zweifel stattfinden. Jürg Schenkel schätzt die Kosten auf rund drei Millionen Franken, eine Million zusätzlich müsse man aufwenden, um die Sauna auf den neuesten Stand zu bringen. «Wenn sich die Stadt nicht beteiligt, wird die Schule die Sauna aber nicht weiterführen», liess Schenkel wissen. Das Führen eines solchen Betriebes steigere zwar die Attraktivität, gehöre aber nicht zu den Aufgaben einer Schule. Bei der Sanierung des Schwimmbades Egelsee müsse die gesamte Technik ersetzt werden. Noch nicht fest steht, ob sie etappenweise oder auf einmal erfolgen soll.

Die Rechnung der Primarschule (PSK) weist vor Gewinnverwendung einen Überschuss von rund 2,4 Mio. Franken aus (Budget: +345’650 Fr.), die der Sekundarschule (SSK) einen Gewinn von rund 3,1 Mio. Franken (Budget: +126’350 Fr.). Das lag gemäss Finanzleiterin Susanne Burgmer zu einem grossen Teil an den Steuereinnahmen: 1,3 Mio. Franken mehr als angenommen waren es in der PSK. Bei der SSK flossen 1,1 Mio. Franken mehr in die Kassen. Das Eigenkapital der PSK beträgt neu 10,1 Mio. Franken, das der SSK 8,7 Mio. Franken.

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