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Lugano NPS holt Cup in Kreuzlingen

Wasserball – Vergangenen Freitag und Samstag fand im Kreuzlinger Freibad Hörnli das Final-Four-Turnier um den Schweizer Pokal statt. Der SC Kreuzlingen konnte sich mit zwei Teams qualifizieren und durfte damit als Gastgeber auf zwei Medaillen hoffen. (Text: Matthias Frese)

Kreuzlingen konnte am Cup nicht überzeugen. (Archivbild: Gaccioli)

Kreuzlingen konnte am Cup nicht überzeugen. (Archivbild: Gaccioli)

Trotz des vorangegangenen schlechten Wetters konnte das Endturnier um den Schweizer Cup am Freitagabend bei stabilen Bedingungen eröffnet werden. Zu Beginn des Spektakels stand das Spitzenspiel Kreuzlingen gegen Lugano an.

Klassiker Kreuzlingen – Lugano
Seit 2009 begegneten sich Lugano NPS und der SC Kreuzlingen im Schweizer Cup mit einer Ausnahme jedes Mal im Final. Die Bilanz spricht mit einem Sieg mehr für die Tessiner, wobei sich die beiden Rivalen diesmal bereits im Halbfinal getroffen haben. In den ersten Spielminuten kam es noch zu einem Duell auf Augenhöhe, in denen sich die beiden Mannschaften nichts schenkten. Lugano konnte anschliessend einen Gang zulegen und führte im ersten Viertel mit 5:2 Toren. Den kleinen Rückstand vermochte der SCK im nächsten Viertel noch auf 5:4 zu korrigieren, allerdings führten Nachlässigkeiten in der Defensive und fehlende Aggressivität im Angriff dazu, dass die unbeirrten Luganesi zum Halbzeitstand von 8:4 davonziehen konnten. So schwammen die Kreuzlinger im weiteren Verlauf ständig einem deutlichen Rückstand hinterher und verloren letztendlich mit 17:10 Toren.

Hoffnung in der zweiten Mannschaften
Mit der Niederlage des Kreuzlinger NLA-Teams waren die Aussichten auf ein Finale mit Kreuzlinger Beteiligung nicht gänzlich gestrichen. Da sich auch das Farm-Team des Vereins für das zweite Halbfinalspiel qualifiziert hat und man gegen den SC Frosch Aegeri antreten musste, der in der NLA auf dem vorletzten Platz liegt, konnten die jungen Akteure optimistisch einer Medaille entgegenblicken. Stand es im ersten Viertel noch 3:3, konnten sich die Kreuzlinger im zweiten Abschnitt unterdessen auf 6:3 Tore absetzen. Eine Phase mangelnder Konzentration nutzten die Innerschweizer aus und hoben das Ungleichgewicht im dritten Viertel wieder auf. Erst in der letzten Spielperiode legte Aegeri mit zwei Toren vor; eine Aufholjagd bis zum Abpfiff reichte für das Kreuzlinger B-Team nur zum 10:11-Resultat.

Interne Kreuzlinger Vorstellung
Sichtlich gekränkt, nahmen sich die Thurgauer Sportler dennoch vor, das interne kleine Finale dem eigenen Publikum zuliebe interessant zu gestalten. Mit leicht durchmischten Kadern kam es bis zur ersten Viertelpause zu einem Schlagabtausch. Danach spielten die NLA-Spieler ihre Erfahrung aus und gingen mit 6:1 Toren in Führung. Die zweite Mannschaft wollte auch noch um einen Treppenplatz spielen, weshalb man seine Bemühungen intensivierte und auf 9:9 herankam. Zuletzt gewann doch das A-Team mit 16:11 Toren.

Emotionales Final
Anders als erwartet verlief das Finalspiel um den Schweizer Pokal deutlich spannender. Die favorisierten Luganesi konnten zwar den Score eröffnen, aber das Spiel nicht dominieren. Mit eigenen und Kreuzlinger Fans im Rücken spielte Aegeri konzentriert, nutzte seine Chancen und übte Druck aus. Auch der Verlust des Innerschweizer Spielmachers Fülöp im dritten Viertel sorgte für keinen Spielabbruch. Zwar führten die Tessiner zwischenzeitlich mit 9:6 Toren, jedoch liessen diese ihre Emotionen hochkochen. Dadurch kam Aegeri noch auf ein 10:11 heran, ehe es beim Endresultat von 10:12 blieb.

Mit den beiden Niederlagen im Halbfinal stand zum ersten Mal seit 2007 kein Kreuzlinger Team im Final. Ebenso muss der SC Kreuzlingen als dreimaliger Titelverteidiger in Folge den Pokal wieder an Lugano NPS abgeben, der ihn zuletzt 2011 innehatte. Ausserdem können sich die Kreuzlinger nun auf die NLA-Meisterschaft konzentrieren, um den amtierenden Meister aus Lugano vom Thron zu stossen.

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