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Plakate für Pappel-Informationen

Kreuzlingen – Nach dem Pappel-Kahlschlag im Tägermoos vom Februar dieses Jahres ist noch immer nicht geklärt, wie es mit der Pappelallee weiter gehen soll.

Jost Rüegg mit Plakat auf dem Boulevard. (Bild: ek)

Jost Rüegg mit Plakat auf dem Boulevard. (Bild: ek)

Für Jost Rüegg von der Bürgerinitiative stellen sich folgende Fragen:
1. Werden die 41 gefällten Pappeln (von 116) ersetzt, und wenn ja, wie?
2. Was soll mit den 75 Pappeln geschehen, die noch stehen?
3. Was soll mit dem Fuss- und Radweg zwischen der Allee geschehen?
4. Wie sollen die Flächen links und rechts des Fuss- und  Radweges verändert werden?

Die Bürgerinitiative beidseits der Grenze und die Umweltverbände auf Schweizer Seite (WWF und Pro Natura) verurteilen die Fällaktion. «Die gefällten Pappeln waren weder alt noch krank», schreibt Jost Rüegg in einer Mitteilung. Mit der üblichen Baumpflege stellten und stellen sie für Passanten auch keine Gefahr da. Selbst der Sturm Niklas, der Ende März 2015 über Europa und auch dem Seerhein wütete, habe den Pappeln nichts anhaben können. Deshalb sind WWF, Pro Natura und die Bürgerinitiative mit Mitgliedern aus Konstanz, Kreuzlingen, Tägerwilen und Gottlieben für den Erhalt des beliebten Fuss- und Radweges sowie dieser landschaftsprägenden Allee und für die Wiederaufforstung der bereits gefällten Pappeln.

Sie fordern alle Bürgerinnen und Bürger beidseits der Grenze, insbesondere aber die Stadträte von Konstanz dringend auf, sich dafür einzusetzen, dass der grosse Schaden wieder gut gemacht, die Pappelallee geschützt und wieder aufgeforstet wird.

Zwei Veranstaltungen
Zwischen Montag, 1. Juni, bis Montag, 29. Juni, werden in den fixen Plakatständern auf dem Boulevard der Stadt Kreuzlingen zehn F4-Plakate ausgehängt und auf zwei Veranstaltungen hingewiesen. Zum einen auf einen Augenschein mit Aussprache mit Bürgerinnen und Bürgern am Montag, 29. Juni, um 16 Uhr vor Ort bei der Allee (Restaurant Chuehorn), zum anderen auf die öffentliche Sitzung des Konstanzer Gemeinderates im Rathaus Konstanz m Donnerstag, 23. Juli. In dieser Sitzung soll eventuell über das weitere Vorgehen bei der Pappelallee beraten und entschieden werden.

Unabhängiges Gutachten
Nach den Fällungen hatte der Schweizer Baumpfleger Fabian Dietrich aus Därligen bei Interlaken im Auftrag der weltweit tätigen Umweltschutzorganisation Fondation Franz Weber ein Gutachten erstellt, in dem er zum Schluss kam: «Kein Baum hätte aus Gründen der Sicherheit gefällt werden müssen.» Auch die gefällten Bäume seien weder krank noch alt gewesen.

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