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Veraltetes Gemeindehaus

Kreuzlingen – Die evangelische Kirchgemeinde hat finanziell und auch vom Programm her ein gutes Jahr hinter sich. Nach der Sanierung der Stadtkirche wird nun der Umbau des Kirchgemeindehauses angepackt.

Kirchenpräsidentin Susanne Dschulnigg und Kirchenpfleger Kurt Schweizer vor der eingebauten Technik aus den 60er Jahren.(Bild: ek)

Kirchenpräsidentin Susanne Dschulnigg und Kirchenpfleger Kurt Schweizer vor der eingebauten Technik aus den 60er Jahren. (Bild: ek)

«Es ist viel gelaufen und alles ist gut gelaufen», fasst Kirchenpräsidentin Susanne Dschulnigg das vergangene Jahr zusammen. Und dabei konnten die Finanzen gleichzeitig geschont werden. «Auch die  Rechung ist erfreulich ausgefallen», sagt Kirchenpfleger Kurt Schweizer. Diese weist einen Gewinnvorschlag von 295036.42 Franken aus. Dass der Steuerertrag von den natürlichen Personen bei den sonst sprudelndenSteuern zurückgegangen ist, hat die Kirchenvorsteherschaft jedoch überrascht. «Wir führen das auf Austritte und Todesfälle zurück, welche mit Neuzugängen nicht gedeckt werden konnten», so Schweizer. Dass die Rechnung dennoch einen Gewinn ausweist, ist auf höhere Grundstückgewinnsteuern und geringere Verwaltungskosten zurückzuführen. Der Vorschlag soll für Abschreibungen und zur Vorfinanzierung von Investitionen im Kirchgemeindehaus verwendet werden. «Die restlichen 15000 Franken möchten wir an uns bekannte und gute Projekte, wie die Arche Kreuzlingen, spenden», so Dschulnigg.

Das letzte Wort darüber hat die Kirchgemeinde an ihrer Versammlung am Montag, 1. Juni. Ein Thema könnte dabei auch eine Senkung des Steuerfusses sein. Dem sieht Dschulnigg jedoch skeptisch entgegen. «2016 gibt es wieder neue Aufgaben und Bereiche, welche abgedeckt werden müssen», sagt die Kirchenpräsidentin.

In erster Linie ist dabei die Rede vom Umbau des Kirchgemeindehauses. An der Kirchgemeindeversammlung soll dafür ein Pojektierungskredit über 50000 Franken gesprochen werden, sodass eine Planungskommission die anstehenden Änderungen in Angriff nehmen kann. Eine Wunschliste hat Dschulnigg schonmal zusammen gestellt. Investitionen sind nötig in der Technik, in der Raumverteilung des Hauses und in der Saalbenutzung. «Bei einem Salto hats letzthin ein Bühnenbrett rausgeschlagen. Das geht so nicht weiter», zeigt sich die Kirchenpräsidentin besorgt. Dschulnigg informiert an der Versammlung ausserdem über ihren und vier weitere Rücktritte aus der Kirchenvorsteherschaft.  Eine Wahlkommission soll dafür geeignete Ersatzkandidaten finden. Interessenten gäbe es schon.

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