/// Rubrik: Stadtleben

Retterin in der Not für die EVP

Kreuzlingen – Brigitte Haldimann wurde von 14 Anwesenden am Dienstagabend einstimmig zur neuen Präsidentin der Kreuzlinger EVP gewählt.

Brigitte Haldimann und der scheidende Präsident Thomas Leuch. (Bild: sb)

Brigitte Haldimann und der scheidende Präsident Thomas Leuch. (Bild: sb)

Die neue Präsidentin kommt ursprünglich aus Bern und ist vierfache Mutter bzw. achtfache Grossmutter, ehemalige Lehrerin und Katechetin. Sie war im Januar nach Kreuzlingen gezügelt und eigentlich in die EVP gekommen, um neue Leute kennenzulernen. Dank ihrer Erfahrung mit Parteiarbeit erwies sie sich aber schnell als geeignete politische Mitstreiterin. Schon an der Gemeinderatswahl trat sie an ebenso wie ihr Schwiegersohn Marc Soltermann.
In punkto Präsidentschaftsnachfolge kam sie als Retterin in einer Notsituation. Denn für den nach sechs Jahren scheidenden Präsidenten Thomas Leuch war es nicht gelungen, einen Nachfolger zu finden. Brigitte Haldimann zählt nun auf Hilfe der Vorstandsmitglieder bei der Einarbeit ins neue Amt. Das sind Vize Rudolf Bär, Aktuar Marco Felsberg, Kassier Thomas Leuch sowie alle Mandatsträger.

Thomas Leuch will sich künftig auf  seine Aufgabe als Präsident des Gemeinderates konzentrieren. «Drei Wahlkämpfe hintereinander gingen an die Substanz», sagte der gelernte Handwerker. Das Präsidentschaftsamt der Ortspartei bezeichnete er als «interessanten, vielseitigen Job», bei dem viel Arbeit im Hintergrund und viel Administratives anfalle.
Leuch blickte auf ein erfolgreiches Jahr für die EVP zurück, das stark im Zeichen der zwei geführten Stadtratswahlkämpfe und der Gemeinderatswahl stand. Er sprach von einer «Vorwärtsbewegung», welche die EVP im vergangenen Jahr erlebte und auch nötig gehabt habe.
Auch für EVP-Stadtrat Thomas Beringer war das vergangene ein «bewegendes» Jahr. Am Tag der Sitzung war er gerade den zweiten Tag im Amt, die Einarbeitungszeit lief allerdings schon geraume Zeit. Als «Nobody» sei er gestartet, der Erfolg bei der Gesamterneuerungswahl habe ihn dann selbst überrascht.  Beringer lobte vor allem die von Roger Cotting inszenierte Wahlkampagne als Ursache für den Erfolg.

Wahlkampf selbst finanziert
Über die Kosten seines Wahlkampfes schwieg er sich allerdings aus. Auch in der Rechnung der EVP, die mit einem Plus von 3347 Franken schliesst, ist der Posten nicht aufgeführt. Tenor der EVP-Mitglieder in dieser Sache war: «Wer seine Kampagne selbst finanziert, muss die Kosten der Öffentlichkeit nicht ausweisen.»

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