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Gelbe Karte entscheidet über Aufstieg

Fussball – Kreuzlingen gewinnt das Derby gegen Frauenfeld mit 4:2. Trotz dieses Sieges verpasst der FCK den Aufstieg. (Text: Nadja Müller)

Im letzten Spiel kassierten die Kreuzlinger eine gelbe Karte zuviel für den Aufstieg. (Bild: Mario Gaccioli)

Im letzten Spiel kassierten die Kreuzlinger eine gelbe Karte zuviel für den Aufstieg. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Ausgangslage für den FC Kreuzlingen war klar, ein Sieg musste her und auf keinen Fall eine gelbe Karte kassieren. Mit dem FC Kosova stand den Thurgauern nur noch ein Kontrahent im Wege. Aufgrund eines winzigen Strafpunktes weniger führten die Zürcher die Tabellenspitze an. Für diese hiess es Amriswil schlagen und auch keine weiteren Strafpunkte zu verbuchen. Im Gegensatz zu den oberen Ligen, sind in der 2. Liga Interregional nämlich nicht die Tordifferenz sondern die Strafpunkte massgebend.

Eine Massnahme des Verbandes, um die einst grassierende Disziplinlosigkeit unter Spielern und Zuschauern einzudämmen. Die Regelung ist seit 2007 in Kraft. Für manch einen ist diese Regelung nicht ganz nachvollziehbar. Fakt ist, dies war natürlich zu Beginn der Saison auch allen Spielern bekannt und hätte man das eine oder andere Mal eine «dumme» gelbe Karte aufgrund Reklamierens vermieden, hätte es mit dem Aufstieg klappen können. Das ganze hätte, wenn und aber nützt nun nichts mehr, es hat nicht sollen sein. Präsident Daniel Geisselhardt zeigte sich nach der Partie keineswegs enttäuscht. Er sei stolz auf die gute Leistung seiner Mannschaft und es hiesse nun positiv in die Zukunft zu schauen und in der kommenden Saison wieder voll anzugreifen.

Verhaltene Startphase der Kreuzlinger
Zu Beginn der Partie war den Grün-Weissen die Nervosität deutlich anzumerken. Die Djordjevic-Truppe ging sehr behutsam in die Zweikämpfe. Obwohl Assistenztrainer Aydemir Demir nach dem Spiel betonte, dass es seitens des Trainerstabs diesbezüglich keine speziellen Anweisungen gegeben habe – man merkte den Spielern den «Gelbe-Karten-Druck» einfach an. Frauenfeld konnte in den ersten Minuten gut vorpreschen. Die Kreuzlinger kamen jedoch immer besser ins Spiel und spätestens nach dem 1:0 nach einer knappen halben Stunde traten die Hafenstädter etwas lockerer auf. Ludovic Mathys versenkte, in seinem vorläufig letzten Spiel für den FCK, einen Freistoss aus etwa 20 Metern präzise in den Frauenfelder Maschen.

Kurz vor der Pause kamen die zahlreich erschienenen Zuschauern dann voll auf ihre Kosten. Zuerst erzielte Andi Qerfozi für die Gäste den Anschlusstreffer und nur wenig später verwandelte Filipe Vieira einen Freistoss souverän zum Führungstreffer. Ein wirklich sehenswertes Tor gelang Uwe Beran kurze Zeit später. Per Direktabnahme hämmerte er das Leder in den Frauenfelder Kasten. So verabschiedeten sich beide Teams mit je zwei Toren auf ihren Konten in die Pause.

Gute Kombinationen

Die Kreuzlinger übten permanent Druck aus auf die Frauenfelder. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Kreuzlinger übten permanent Druck aus auf die Frauenfelder. (Bild: Mario Gaccioli)

Schon kurz nach Anpfiff des zweiten Teils führe ein herrliches Zuspiel vom Jens Srohm auf Giovanni Pentrelli zum dritten Treffer für die Kreuzlinger. Die Grün-Weissen hatten jetzt wieder Oberhand und kamen zu etlichen guten Torchancen. Labinot Musajs Schuss in der 71. Minute konnte Keeper Bretscher nur noch ganz knapp von der Linie kratzen. Wenig später trat Andi Qerfozi zum Freistoss aus etwa 16 Metern an. Der Kreuzlinger Keeper Avci lieferte daraufhin eine Glanzparade und wehrte den Ball spektakulär ab. Kurz vor Schluss gelang seinem Pendant kein Glanzstück. Keeper Pascal Bretscher bekam den Ball nicht richtig zu fassen, dies nutzte Giovanni Pentrelli kaltblütig aus und verwandelte den Nachschuss zum 4:2 Endstand.

Insgesamt ein sehenswertes Derby und ein würdiger Saisonabschluss. Auch der scheidende Frauenfelder Trainer Roman Wild zeigte sich zufrieden mit der Saisonleistung seiner Mannschaft. Er sei sicher, dass sein Nachfolger diese junge Truppe auch in der kommenden Saison weiter nach vorne bringt. Kreuzlingen muss sich derweilen von zwei Leistungsträgern verabschieden. Jens Strohm und Ludovic Mathys setzen zumindest vorübergehen mehr auf ihre berufliche Zukunft und werden diesbezüglich die kommenden Monate im Ausland verbringen.

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