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Musik und Landesgrenzen auslooten

Kreuzlingen/Konstanz – An Stelle der traditionellen Serenade im Frühsommer hat sich die Gesellschaft für Musik und Literatur entschieden, am Zeltfestival teilzunehmen und präsentiert zwei besondere Leckerbissen – auch in Zusammenarbeit mit der Südwestdeutschen Philharmonie.

Über die letzten Jahre hat sich die Zusammenarbeit zwischen der Südwestdeutschen Philharmonie (SWDP) und der Gesellschaft für Musik und Literatur (GML) intensiviert. Es wurden Konzerte in der Seminar-Aula und dann im Dreispitz mit dem Orchester anboten.

Für dieses Jahr war eigentlich die Serenade mit «a little green» im Atrium der PMS geplant. Bei einem Gespräch zwischen Beat Fehlmann, dem Intendanten der SWDP, und Jörg Engeli, dem neuen Präsidenten der GML, kam man zur Überzeugung, dass die beiden geplanten Serenaden an einem Wochenende durchgeführt werden sollten, nämlich am 4./5. Juli. Damals waren die Pläne fürs Zeltfestival noch nicht bekannt. Glücklicherweise gab es mit der Open Air Bühne die Möglichkeit, jeweils um 18 Uhr am Zeltfestival mitzuwirken.

Die Gesellschaft für Musik und Literatur engagiert sich in zweierlei Hinsicht «grenzüberschreitend»: Bei der Zusammenarbeit mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz werden die Landesgrenzen gesprengt und mit der Musikwahl von Jazz und Chanson werden auch die musikalischen Grenzen der GML weiter ausgedehnt.

Zigeuner- und Irenmusik

Stücke des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt werden am Samstag vorgetragen. (Bild: wikimedia)

Stücke des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt werden am Samstag vorgetragen. (Bild: wikimedia)

Am Samstag, 18 Uhr sind bei der Open Air Bühne an der Hafenpromenade «Souvenirs de Django Reinhardt» zu hören. Ein Ensemble der Südwestdeutschen Philharmonie bestehend aus Alexander Palm, Solo-Gitarre, Pawel Katz, Solo-Violine, Erwin Pfeifer, Gitarre und Gabriele Basilico am Bass tragen den Musikstil von Django Reinhardt vor. Der Zigeuner- oder Gypsy Swing, ist eine glückliche Mischung aus New-Orleans-Jazz, Valses musettes und Romamusik. Damit wurde er zu einem der bedeutendsten Jazzmusiker des frühen 20. Jahrhunderts.

Am Sonntag, 5. Juli, ab 18 Uhr sind viele Instrumente und vier Freunde mit dem gleichen Herzen für irische Musik zu hören. Was diese Musiker unter dem Namen «a little green – more than irish folk» auf die Bühne zaubern, ist an Stimmung und Spielfreude kaum zu überbieten: Irish Tunes, süditalienische Canzoni, bretonische Chansons mit einem Charme präsentiert, dass man nicht genug bekommen kann. Es ist eine mitreissende, tanzbare Musik voller Überraschungen.

Wie die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Zeltfestival und den Klassikern GML und SWDP aussieht, ist noch nicht geplant. Jedoch möchte die Gesellschaft für Musik und Literatur wenn möglich jedes Jahr mit der Südwestdeutschen Philharmonie mindestens in einem Konzert zusammenarbeiten.

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