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Leuch ist höchster Kreuzlinger

Kreuzlingen – Der beliebte EVP-Politiker Thomas Leuch wurde gestern Abend zum Gemeinderatspräsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Rolf Rindlisbacher (SVP) an. Vize-Präsident wurde der langjährige SP-Politiker Dino-Gerardo Lioi.

Parteikollegin Yvonne Kramer überbringt ein Geschenk. (Bild: sb)

Parteikollegin Yvonne Kramer überbringt ein Geschenk. (Bild: sb)

Die Stimmung in der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode ist meist gelöst. Am gestrigen Abend standen zudem allein die Wahlen auf der Traktandenliste. So ging der Anlass schnell über die Bühne und man hatte den Eindruck, als ob sich alle schon auf die Feier danach freuten. Sie sollte auf der Wiese beim Chlausenraum stattfinden: Eine passende Wahl zum ökologischen Ton der Antrittsrede des neuen Präsidenten Thomas Leuch (EVP).
Er wurde mit Glanzresultat gewählt, erhielt 33 von 36 möglichen Stimmen. Dafür gab es Applaus und ein Geschenk seiner Fraktion: Zum Ausspannen darf der neue höchste Kreuzlinger mit seiner Frau ins Wellnesshotel Golfpanorama nach Lipperswil.

Den traditionellen Spass mit Gemeinderat Christian Forster (FL/RB) gab’s auch: Im Vorfeld hatte dieser alte Kleidung für den neuen Präsidenten gesammelt, denn: «Bei der Altkleidersammlung habe ich dich kennengelernt», so Forster, der Leuch als stets Engagierten mit sozialer Ader kennt.

Gemeinderatspräsident Leuch begrüsste die Anwesenden zunächst unter dem Kreuzlinger Wappen und dankte allen Gemeinderäten, seiner Fraktion, seiner Familie und im Besonderen seiner Mutter. Für die kommende Zeit wünscht er sich «ein gutes Miteinander vor und nach den Debatten» und dass auch die zu Wort kommen, die selten oder nie etwas sagen. Als Präsident hat er sich vorgenommen, bei der Sache zu bleiben, statt weitschweifig oder gar beleidigend zu werden.

Enthusiastische Antrittsrede
Seinen Ratskollegen wünschte er viel Geduld, denn das System arbeite langsam. Diese Beobachtung unterstrich er mit einer Anekdote über den britischen Parlamentarier William Wilberforce, der 18 Jahre lang unermüdlich für die Abschaffung des Sklavenhandels eintrat. Schliesslich gelangte Wilberforce ans Ziel, aber bis die Sklaverei abgeschafft war, sollte es noch bis kurz vor seinem Tode dauern. Es lohnt sich, für eine grössere Sache dran zu bleiben, so könnte man das Fazit aus Thomas Leuchs Rede zusammenfassen. Im Weiteren machte er seine Sympathie für den Umweltschutz und seine Abneigung gegen die Wegwerfgesellschaft deutlich. «Wenn wir die Gier nicht beherrschen können, werden wir zum Tier», lautete ein weiteres Bonmot des neuen Präsidenten. Passend dazu enthüllte er das neue Bild im Ratssaal: Es zeigt eine Fotografie des Sitzungsraums der Sozialistischen Partei Frankreichs von Luca Zanier.

Bisherige bestätigt
In ihren Ämtern bestätigt wurden die beiden bisherigen Stimmenzähler Christian Forster (FL/RB) und Alfredo Sanfilippo (CVP). Charis Kuntzemüller (SP/GEW/JUSO) ersetzt neu Rolf Rindlisbacher (SVP).

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